Die Umleitungen sind signalisiert, die Lichtsignale gestellt, die Baumaschinen sind aufgefahren: Gestern Montag sind die Arbeiten in der Altstadt wieder aufgenommen worden. Die Neugestaltung der Altstadtgassen geht in die dritte Runde und hat die Rathausgasse erreicht.

Die Arbeiten beginnen an der Kreuzung von Kronengasse und Rathausgasse sowie zwischen den Toren. Diese Arbeiten dauern bis Ostern. Anschliessend wird in der oberen und unteren Rathausgasse parallel gearbeitet. Wie Projektleiter Stefano Bradanini bestätigt, wird die Zugänglichkeit zu den Geschäften mit Provisorien gewährleistet.

Während der Sommerferien, der verkehrsärmsten Zeit, entsteht die neue Bushaltestelle «Holzmarkt» im Bereich des Obertorturms. Diese Bauphase stellt hinsichtlich der Buslinienführung eine besondere Herausforderung dar. Läuft alles nach Plan, können die Arbeiten Ende Oktober abgeschlossen und der Weihnachtsverkauf ohne jegliche Behinderung abgewickelt werden.

Zugänglichkeit sichergestellt

«Es ist dies die heikelste Etappe», sagt Projektleiter Stefano Bradanini. Heikel, weil vor allem im Bereich der Kreuzung von Rathausgasse und Kronengasse viele Werkleitungen verlegt sind.

Zudem sei die Witterung unberechenbar und verlange grosse Flexibilität. Anspruchsvoll sei es auch, die Zugänglichkeit für Gewerbe und Anstösser sicherzustellen. Stefano Bradanini: «Uns erwartet die in logistischer Hinsicht anspruchsvollste Bauphase.»

Während die Rathausgasse neu gestaltet wird, werden die Busse bis zum Maienzug im Gegenverkehr durch die Metzgergasse geführt. Mittels Lichtsignal werden sie vom Graben zum Zollrain und umgekehrt geschleust. Sie kreuzen sich am Zollrain und am Graben.

In der ersten Phase bis Mitte Jahr befahren die stadteinwärts verkehrenden Busse den inneren Graben und halten im Bereich des Holzmarkts an. Während der Sommerferien bleibt der Bereich beim Holzmarkt gesperrt.

Bradanini will sich nicht auf eine genaue Terminierung der nun folgenden Bauarbeiten festlegen. Trotz guter Arbeitsvorbereitung können Anpassungen im Ablauf und in der Organisation nötig werden. In solchen Fällen würden die betroffenen Anstösser direkt informiert.

An Ostern soll Zwischenbilanz gezogen werden: Was ist erreicht, wo gab es Verzögerungen, wann werden die Arbeiten abgeschlossen? Dann werde man den weiteren Terminplan kommunizieren können, sagt Stefano Bradanini. Er ist zuversichtlich, dass die kommende schwierige Bauphase gut gemeistert wird.

Seine Zuversicht gewinnt er aus den ersten zwei Etappen, die ohne grössere Probleme abgewickelt worden seien. «Wir waren sehr gut vorbereitet und durften auf die grosse Kooperationsbereitschaft des Gewerbes, der Gastronomie und der Anstösser zählen.

Termine stets eingehalten

Seit April 2010 ist viel geleistet worden: Nebst der Neugestaltung von Zollrain, Metzger-, Laurenzentor- und Kronengasse ist die Wasserpumpe in der Kronengasse eingebaut, sind die Stadttore an der Laurenzentorgasse und am Zollrain betoniert, die erste Wasserrinne für den Stadtbach in der Metzgergasse versetzt, die Kanalisation in den Eh-Gräben saniert sowie die neue Bushaltestelle am Zollrain erstellt worden. Neue Leitungen, darunter viele neue Hausanschlüsse, wurden gelegt.

Trotz unerwarteter Mehrarbeit durch die hohe Zahl der zu erstellenden Hausanschlüsse hätten die Termine stets eingehalten werden können, bestätigt Stefano Bradanini. Bis zum heutigen Zeitpunkt sind drei Fünftel der gesamten Sanierungsfläche fertiggestellt.