Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, ist der Pont Neuf – das Ersatzneubauprojekt für die Kettenbrücke – rechtskräftig bewilligt worden. Das sagt der zuständige Projektleiter beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Roberto Scappaticci, auf Anfrage der AZ. Nachdem das Bauprojekt im November 2015 aufgelegen war, gingen insgesamt sechs Einsprachen ein. 

«Mit fünf Einsprechern konnten wir eine Einigung erzielen», sagt Scappaticci. «Eine Einsprache wurde durch den Regierungsrat entschieden.» Der Einsprecher hat den Entscheid nicht mehr angefochten. Die Baubewilligung für den «Pont Neuf», eines der grösseren Aarauer Bauprojekte der letzten fünfzig Jahre, ist also rechtskräftig. Ein Test-«Pont Neuf» steht bereits und sollte Aufschlüsse über Bautechnik und Optik geben.

«Sobald das Projekt technisch ausgearbeitet ist, können wir im Jahr 2019 starten», so der Projektleiter. Bis dahin wird auch klar sein, ob der Bund aus dem Agglomerationsprogramm «AareLand» (3. Generation) einen Beitrag von 10 Mio. Franken leistet. Bei den erwarteten Kosten von 33 Mio. Franken, von denen der Kanton 70 und die Stadt 30 Prozent zahlt, wäre das Bundesgeld eine willkommene Entlastung. «Wir erwarten den Entscheid Mitte Jahr», so Scappaticci.(NRO)