Aarau
Erlinsbacherstrasse: Mieter der IBAarau dürfen vorläufig bleiben

Die IBAarau ist bereit, die Mietverträge an der Erlinsbacherstrasse zu verlängern. Der Abbruch der Liegenschaften wird erst ab 2018 erfolgen, zeitgleich mit dem Abbruch und Neubau des Kraftwerks.

Hubert Keller Und Pascal Meier
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Die Erlinsbacherstrasse, wo die IBAarau bis 2020 eine neue Siedlung realisieren will.

Die Erlinsbacherstrasse, wo die IBAarau bis 2020 eine neue Siedlung realisieren will.

Aargauer Zeitung

Die Mieter an der Erlinsbacherstrasse können ihre Mietverträge verlängern. Dies teilte ihnen die IBAarau AG gestern in einem Brief mit. Es betrifft dies die Häuser, die sich im Bereich der geplanten neuen Wohnsiedlung befinden. Wie Hans-Kaspar Scherrer, CEO der IBAarau AG erklärt, bewegt sich die Verlängerung im Rahmen von drei Jahren.

Die betroffenen Mieter reagieren auf Anfrage der az erfreut. «Wir sind froh, doch nicht im Herbst 2015 ausziehen zu müssen und länger bleiben zu können», sagt Elvira Wittmer, die im Sommer mit drei weiteren Familien die IBAarau um eine Fristerstreckung gebeten hatte.

Unverändert bleibt die Situation der Häuser an der Erlinsbacherstrasse 65 und 67/69 in der Nähe des Kraftwerks. Die
Abbruchbewilligung für diese Häuser, die bereits leer stehen, liegt vor und ist auch rechtskräftig. Sie werden ab diesem Monat abgebrochen.

Der Platz wird ab 2015 für die Baustelleninstallationen vorbereitet. Sobald die neue Konzession für das Aarekraftwerk vorliege, will die IBAarau den neuen Mittelbau mit der Warte und den Räumen für die Mitarbeiter realisieren. Zugleich wolle man die Detailplanung und die Vergaben für die Teilprojekte Neubau Zentrale 2, Kanalsanierung, Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen sowie Wehranpassungen in Angriff nehmen, heisst es in einer Medienmitteilung.

Auf dem Landstreifen zwischen Erlinsbacherstrasse und Aarekanal bis hin zur Gemeindegrenze zu Erlinsbach plant die IBAarau eine Wohnüberbauung. Dieses Areal ist im Westen noch in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen und soll neu der Wohnzone W3 zugeteilt werden. Gegen diese Umzonung hat sich Widerstand formiert.

Auch die Neukonzessionierung und der Umbau des Kraftwerkes inklusive Kanalsanierung verzögern sich laut Hans-Kaspar Scherrer um voraussichtlich ein bis zwei Jahre. Eine Einsprache von Umweltverbänden sei noch hängig. Sie betrifft das Restwasser, Ersatzmassnahmen und den Fischabstieg. «Wir sind aber nach wie vor überzeugt, dass wir ein gutes Projekt vorliegen haben», sagt Scherrer.

Die zeitlichen Unsicherheiten hätten die Firma bewogen, den Mietern die Verlängerung ihrer Mietverträge anzubieten. «Die Mietverlängerung soll aber nicht auf Zusehen hin erfolgen», erklärt Scherrer, «die Mieter werden wieder reguläre Mietverträge erhalten.» Er geht davon aus, dass der Abbruch der Liegenschaften erst ab 2018 erfolgen wird, zeitgleich mit dem Abbruch und dem Neubau des Kraftwerks.

Einige Mieter an der Erlinsbacherstrasse hoffen, dass sich der Abbruch noch weiter verzögert wird und sie über das Jahr 2018 hinaus in ihren Häusern wohnen bleiben können. «Es wird uns schwerfallen, diese Idylle nach 21 Jahren zu verlassen», sagt Elvira Wittmer.

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