Erlinsbach gehört nicht zu den Aargauer Steuerparadiesen. Aber es ist eine steuergünstige Gemeinde. Der Steuerfuss soll im kommenden Jahr weiterhin 95 Prozent betragen – also zehn Prozent weniger als der kantonale Durchschnitt. Und das, obwohl das Budget 2019 mit einem kleinen Minus schliesst: Das operative Ergebnis (ohne Eigenwirtschaftsbetriebe) weist bei einem Gesamtumsatz von rund 13,7 Millionen Franken einen Verlust von 88 300 aus. Für das laufende Jahr ist noch ein Gewinn von 58 200 Franken geplant.

«Für das Jahr 2018 ist ein Steuerertrag bei den natürlichen Personen von 10,415 Millionen Franken budgetiert», heisst es in den Gemeindeversammlungsunterlagen. Nach aktuellem Wissensstand sollte dieser Steuerertrag leicht übertroffen werden. Für 2019 ist der Gemeinderat optimistischer. Er rechnet mit einem Steuerplus von gut 300 000 Franken: «Für das kommende Jahr wird ein Steuerertrag natürliche Personen von 10,733 Millionen Franken prognostiziert.» Der Gemeinderat geht von einem von einem Bevölkerungswachstum von 40 Personen aus.

Bildung kostet mehr

Innerhalb von Gemeindebudgets ist die Bildung der wichtigste Posten. Der Nettoaufwand wird laut Budget 2019 auf 4,611 Millionen Franken steigen (laufendes Jahr 4,472 Millionen Franken). Das Gesamtbudget der Schule Erzbachtal beträgt 3,525 Millionen Franken (3,209). Der Kostenanteil von Erlinsbach AG wird sich auf 1,589 millionen Franken belaufen.

Zweitwichtigster Ausgabeposten ist die Soziale Sicherheit: Auch hier budgetiert der Gemeinderat mit einem kleinen Plus beim Nettaufwand: 2,319 Millionen Franken (2,244).

An der Gemeindeversammlung geht es aber nicht nur um Budget und Steuerfuss, sondern auch um vier Einbürgerungen: einer Ungarin mit ihrem Sohn, einer irakischen Schülerin und einer Russin. Letztere ist 22 und lebt seit über acht Jahren in der Schweiz, seit 2014 in Erlinsbach. Sie studiert Kunstgeschichte an der Uni Zürich.

Eine Million für Wasserleitungen

Die Gemeindeversammlung soll weiter zwei Kredite für die Ersetzung von alten Gusswasserleitungen durch moderne Kunststoffleitungen genehmigen. Die Erneuerung der Wasserleitung Aeplistrasse (Abschnitt Pfrundweg–Haslimattweg) kostet laut Voranschlag 443 700 Franken.

Weitere 604 500 Franken kostet die Sanierung der Wasserleitung Sonnhalde (Bandweg-Aeplistrasse). «An der über 40 Jahre alten Wasserleitung hat die Schadenhäufigkeit in den letzten Jahren stark zugenommen», schreibt der Gemeinderat. Die neue 665 Meter lange Leitung werde im konventionellen Grabenbau erstellt. Die Bauzeit beträgt etwa fünf Monate. (az)