Aarau/Birr
Eritreer schwer verletzt: Asylbewerber prügeln sich mit Eisenstange

In Aarau eskalierte in der Nacht auf Mittwoch ein Streit unter eritreischen Asylbewerbern. Ein Beteiligter liegt nun in kritischem Zustand im Spital. Auch in Birr kam es zu einem Streit in einer Unterkunft. Die Polizei nahm mehrere Personen fest.

Drucken
Teilen
Die Asylunterkunft in Buchs

Die Asylunterkunft in Buchs

AZ

Bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Aargau gingen am Mittwoch um 0.50 Uhr etliche Meldungen über eine Schlägerei unter mehreren Männern ein.

Die Polizei war rasch mit Patrouillen vor Ort. Neben der Buchserstrasse in Aarau fanden die Polizisten einen Mann vor, der bewusstlos und stark blutend am Boden lag. Eine Ambulanz brachte den Verletzten ins Kantonsspital Aarau.

Nach ersten Angaben erlitt der 25-jährige Asylbewerber aus Eritrea sehr schwere Kopfverletzungen. Die Kantonspolizei nahm fünf Landsleute im Alter zwischen 17 und 26 Jahren als mutmassliche Tatbeteiligte fest. Diese wohnen wie das Opfer in Asylbewerberunterkünften im Aargau.

Nach ersten Erkenntnissen schlug einer der fünf Festgenommenen mit einer Eisenstange auf das Opfer ein. Offenbar war es vorgängig zu einer Auseinandersetzung gekommen.

Mit Messer attackiert

Weniger als eine Stunde später kam es auch in der Asylbewerberunterkunft an der Sandgasse in Birr zu einem Streit unter Bewohnern. Nach ersten Erkenntnissen soll dabei ein 30-jähriger Somalier einen Mitbewohner mit einem Messer angegriffen haben.

Dabei wurde ein 19-jähriger Eritreer verletzt. Eine Ambulanz brachte ihn ins Kantonsspital Baden. Die erlittenen Schnittverletzungen sind ersten Angaben zufolge nicht schwerwiegend. Der Täter wurde festgenommen.

Die Kantonspolizei hat ihre Ermittlungen zu den Fällen aufgenommen. Die Staatsanwaltschaften der Regionen Lenzburg-Aarau und Brugg-Zurzach sowie die Jugendanwaltschaft haben je eine Strafuntersuchung eröffnet.

Aktuelle Nachrichten