Suhr
Erfolgsprojekt Midnight Move Suhr startet in die dritte Runde

Das Projekt Midnight Move Suhr ist bei Jugendlichen enorm beliebt – die Besucherzahlen liegen über dem nationalen Schnitt. Am 1. November beginnt die neue Saison.

Lee Müller
Merken
Drucken
Teilen
Co–Projektleiter Dominik Neidhart, Juniorcoachs John, Liam und Mark und Projektkoordinator Jan Götschi (von links).

Co–Projektleiter Dominik Neidhart, Juniorcoachs John, Liam und Mark und Projektkoordinator Jan Götschi (von links).

Lee Müller

Die Zahlen sprechen für sich: Pro Veranstaltung zählte Midnight Move Suhr im vergangenen Jahr 53 Teilnehmende und liegt damit deutlich über dem schweizerischen Durchschnitt von 40 Besuchern. Jugendarbeiter Jan Götschi, der für die Gesamtkoordination des Projekts zuständig ist, und Co–Projektleiter Dominik Neidhart kennen die Gründe für den Erfolg. Vor jeder Saison stellen sie das Angebot in den Schulklassen vor und machen die Schüler persönlich auf die Veranstaltungen von Midnight Move Suhr aufmerksam. So konnten in den letzten zwei Jahren immer neue Gesichter aus verschiedenen Klassen dazugewonnen werden. «Das Midnight Move Suhr zeichnet sich gerade dadurch aus, dass jeder vorbei kommen kann und wir niemanden ausschliessen. Es ist keine bestimmte Szene oder Clique vorherrschend vertreten, wie das bei Jugendtreffs vorkommen kann», sagt Götschi.

Parkour als Teilnehmermagnet

Geprägt wird das Angebot gemäss Götschi dennoch durch eine kleine «Clique», bestehend aus ungefähr zehn Jugendlichen: Die Parkour-Gruppe «Team Resistance» übte jeweils am Samstagnachmittag vor den Veranstaltungen in der Doppelturnhalle im Dorf. Bald schlossen sie sich dem Projekt an und waren mit ihren akrobatischen Einlagen in der letzten Saison bei jeder Veranstaltung präsent – ein Highlight für viele Teilnehmer. «Die Parkour-Gruppe kommt aus Suhr», sagt Dominik Neidhart, «man kennt sie und die Besucher kommen, um zuzuschauen oder selber mitzumachen.» Mittlerweile sind die Mitglieder der Parkour-Gruppe auch als Senior– und Juniorcoachs tätig.

Diese unterstützen die beiden Projektleiter bei jeder Veranstaltung beim Auf– und Abbau sowie der Durchführung des Abends. Die Motivation der Coachs trage viel zum Gelingen des Projekts bei und locke weitere Kollegen an, so Jan Götschi. «Wenn wir die Jugendlichen fragen, an welchen Samstagen sie mithelfen, wollen viele bei allen dabei sein», lacht Götschi. Ein finanzielles Zückerchen stellt sicherlich das Sackgeld dar, welches die Teenager für ihre Mithilfe erhalten. Doch das sei Nebensache, sagt Juniorcoach John: «Ich mag es, Verantwortung zu tragen und mit Kollegen aktiv etwas zu machen, statt alleine zu gamen.»

Am Samstag, 1. November, startet die neue Saison. Bis Ende April sind 26 Veranstaltungen geplant, bei denen die Jugendlichen sich jeweils samstags von 20.30 bis 23.30 Uhr bei diversen sportlichen Aktivitäten austoben können. Jedes zweite Mal stehen ausserdem spezielle Aktivitäten auf dem Programm – ein weiterer Publikumsmagnet. Bereits im letzten Jahr konnten mit Angeboten wie Fussball bei UV-Licht oder dem Besuch eines Aikido-Vereins viele Jugendliche in die Halle gelockt werden.