Warum haben die Bauarbeiter zwischen den Gleisen in Gretzenbach und der Tunneleinfahrt grosse Becken ausgegraben? Wie können Erschütterungen durch die Züge, die durch den Tunnel fahren, vermindert werden? Und wie geht es mit den Bauarbeiten an der Aarauerstrasse voran? Die SBB geben im neusten Newsletter an alle Anwohnerinnen und Anwohner sowie an Eppenberg-Tunnel-Fans neue Informationen preis.

Die grossen Wasserbecken neben den Bahngleisen in Gretzenbach erinnern an einen Swimmingpool. Insgesamt wurden laut den SBB fünf solche Versickerungsbecken angelegt. Bei starkem und lang anhaltendem Regen soll dort das überschüssige Wasser versickern. Damit der Gleisbereich nicht überschwemmt wird. In den Becken wurden Filterschichten eingebaut, die Schmutzstoffe aus dem Regenwasser herausfiltern können.

Auch die Aarauerstrasse ist vom Neubau des Eppenberg-Tunnels und vom Vierspurausbau betroffen. Mittlerweile sind die Bauarbeiten so weit, dass die Strasse an die ursprüngliche Lage zurückgebaut werden kann. Dazu müsse die Verkehrsführung mehrmals umgestellt werden. «Wir unternehmen alles, um den Strassenverkehr mit 26 000 Fahrzeugen pro Tag minimal zu beeinträchtigen», so die SBB in ihrer Mitteilung. Die Hauptarbeiten an der Aarauerstrasse würden noch bis Ende dieses Jahres dauern. Der Feinbelag werde dann 2020 eingebaut. Ab Ende des nächsten Jahres soll auch der Fuss- und Radweg wieder genutzt werden können.

Seit März wird die Bahntechnik im Eppenberg-Tunnel eingebaut. Zuvor mussten der Rohbau des Tunnels sowie die Notausstiege und die technischen Gebäude erstellt werden. Im Tunnel wird nun als nächster Schritt die sogenannte «feste Fahrbahn» installiert. Das heisst: Schotter kommt keiner in den Tunnel. Vielmehr werden die Gleise auf einer Betonplatte befestigt. Diese ist so konstruiert, dass die Schwingungen, die durch den Zugverkehr entstehen, nicht auf den Boden unter den Gleisen übertragen werden. Auch die Gebäude über dem Tunnel werden nicht beeinträchtigt. «Durch eine schwimmende Lagerung ist die feste Fahrbahn vom Rohbau getrennt. Die von Zügen erzeugten Erschütterungen werden so stark verringert», schreiben die SBB weiter. Der Einbau der Fahrbahn erfolge nun in zwei Etappen vom Portal in Gretzenbach her in Richtung zum Portal in Wöschnau. Die Arbeiten dauern bis im Oktober. 20 000 Kubikmeter Beton, 20 000 Schwellenblöcke aus Beton sowie 12 000 Meter Schienen befinden sich anschliessend im Eppenberg-Tunnel. Der nächste Schritt für die SBB: Die technischen Anlagen müssen montiert werden, damit der Einspurtunnel im Dezember 2019 in Betrieb genommen werden kann. Das Gesamtprojekt soll in eineinhalb Jahren fertiggestellt sein.