Aarau

Entwurzelter Baum beschädigt Echolinde

Der Sturm Sabine fordert ein prominentes Opfer: Die Aarauer Echolinde wurde in der Nacht auf Dienstag stark in Mitleidenschaft gezogen.

In der Nacht von Montag auf Dienstag dürfte es oberhalb des Zelgli-Quartiers in Aarau mächtig geknallt haben: Sturm Sabine hat eine Buche entwurzelt, die über den Waldweg in das mächtige Geäst der Echolinde gekracht ist. «Rund ein Viertel des Astwerks der Echolinde ist weg», sagt Stadtförster Roger Wirz. Noch am selben Tag hat er einen Baumpfleger aufgeboten, der sich um die Schäden an der Echolinde gekümmert hat – damit kein Wasser in die offenen Stellen laufen und dort Fäule verursachen kann. «Diese Behandlung hat die Echolinde bekommen, weil es sich um den historischen Baum schlechthin in Aarau handelt», sagt Wirz. So sollte die mächtige Linde die folgenreiche Sturmnacht gut überstehen, sagt er. «Die Echolinde hat schon manchen Sturm überstanden.»

Der Stadtförster geht davon aus, dass eine starke Sturmböe die auf die Echolinde gestürzte Buche am gegenüberliegenden Waldrand gefällt hat. «Das hat mich selber erstaunt, denn ihr Wurzelwerk war eigentlich in gutem Zustand». Doch eine starke Böe könne eben jeden Baum erwischen. 

Der Aarauer Baumpfleger Lukas Kauffungen war schon wenige Stunden nach dem Anruf des Stadtförsters mit seinem Team vor Ort. Nach dem Einsatz im hohen Geäst der Echolinde weiss er: «Es hat alles gut geklappt, die Echolinde wird das gut überstehen».

Wald hat Sturm gut überstanden

Der übrige Wald im Gebiet des Forstbetriebs Region Aarau hat vereinzelte Streuschäden erlitten, verzeichnet aber keine Flächenschäden, so Roger Wirz. «Solange es windet, ist es weiterhin ratsam, sich nicht unter Bäume zu begeben», sagt er. Vorsicht sei auch geboten wegen Bäumen, deren Wurzelwerk sich gelockert haben könnte. «Auch im Hinblick auf die weiteren Prognosen, denn für das Wochenende oder Anfang nächster Woche ist bereits der nächste Sturm angekündigt», warnt Wirz.

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