Buchs
Entsteht im Buchser «Suhrhard» ein drittes Gebäude fürs Alterszentrum?

Derzeit wird mittels Machbarkeitsstudie eruiert, ob das Alterszentrum in Suhr erweitert werden soll und kann.

Nadja Rohner
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Der «Holzacker» liegt zwischen Spittel (rechts im Bild) und Pflegeheim respektive Alterssiedlung. Hier stand während des Pflegeheim-Umbaus das Provisorium. Nadja Rohner

Der «Holzacker» liegt zwischen Spittel (rechts im Bild) und Pflegeheim respektive Alterssiedlung. Hier stand während des Pflegeheim-Umbaus das Provisorium. Nadja Rohner

Erst im vergangenen Herbst wurde das für 46 Millionen Franken erneuerte und erweiterte Pflegeheim des Alterszentrums Suhrhard in Buchs eingeweiht. Und jetzt könnte es nochmals eine grössere Investition geben: Der Verwaltungsrat lässt in einer Machbarkeitsstudie prüfen, ob auf dem «Holzacker» – ein unbebautes Stück Land im Dreieck von Spittel, Pflegeheim und Alterssiedlung – ein Neubau entstehen könnte.

In diesem Neubau soll künftig «Wohnen mit Betreuung und Basisdienstleistungen» angeboten werden, geeignet für Klienten der Pflegestufen 0 bis 3 (3 bedeutet bis 60 Minuten Pflegebedarf pro Tag). Diese Menschen, so «Suhrhard»-Leiterin Ursula Baumann, seien in der teuren Pflegeheim-Infrastruktur «möglicherweise am falschen Platz, da sie nicht primär auf Pflege, sondern oftmals auf Tagesstruktur und Betreuungsleistungen angewiesen sind».

Das Land, auf dem der Neubau künftig stehen könnte, gehört teils der Suhrhard AG (Aktionäre: Gemeinde Buchs, Stadt Aarau, Altersheimverein) und teils der Gemeinde Buchs. Der Gemeinderat Buchs hat in Aussicht gestellt, die Parzelle im Sinne eines Aktienkapitaleinschusses an die AG zu übertragen.

Dass das «Suhrhard» künftig neben der stationären Langzeitpflege primär «Wohnen mit Betreuung und Basisdienstleistungen» anbieten will, gehört zur Aktionärsstrategie 2017–2021. Bisher wurde Letzteres noch nicht umfassend angeboten. Zur Alterszentrum Suhrhard AG gehört eine Alterssiedlung mit 43 Alterswohnungen, deren Mieter je nach Bedarf «à la carte» Dienstleistungen beziehen können. Das 1974 errichtete Gebäude ist jedoch stark sanierungsbedürftig. Im Juni 2017 herrschte Aufregung unter den Bewohnern, weil das Gerücht kursierte, dass sie aufgrund der anstehenden Gesamtsanierung alle aus ihren Wohnungen ausziehen müssten. Mittlerweile steht eine etappenweise Sanierung im Vordergrund. «Wir finden für alle eine Lösung», verspricht Verwaltungsratspräsidentin Monika Fehlmann. Und: «Vor 2020 passiert noch nichts.» Einig ist man sich aber, dass im Alterszentrum Suhrhard künftig auf jeden Fall betreutes Wohnen mit Basisdienstleistungen angeboten werden soll; wenn nicht in einem Neubau, dann im Gebäude der Alterssiedlung. Für die bisherigen Bewohner wäre in diesem Fall weiterhin ein betreutes Wohnen mit Bezug von Dienstleistungen nach Bedarf möglich; bei neuen Bewohnern aber nicht mehr.

Für die Zukunft gibt es also zwei Szenarien. Variante 1: Sanierung der Alterssiedlung, wobei dort weiterhin Alterswohnen für weitgehend selbstständige Senioren mit Dienstleistungsbezug nach Bedarf angeboten wird. Dazu ein Neubau auf dem «Holzacker», wo in ungefähr 20 Wohnungen «Wohnen mit Betreuung und Basisdienstleistungen» für pflege- beziehungsweise betreuungsbedürftige Personen angeboten werden soll; sowie das bestehende Pflegeheim für stationäre Kurzzeit- und Langzeitpflege. Der zusätzliche Neubau ist allerdings nicht gratis zu haben, und die Suhrhard AG setzt auf Eigenfinanzierung. Ja sagen müssen nicht nur die Aktionäre, sondern auch die Gemeinde Buchs zur Landübertragung. Falls das nicht zustande kommt, tritt wohl Szenario Variante 2 ein: Dann wird die Alterssiedlung umfassend saniert und das Raumprogramm dahingehend angepasst, dass es den Anforderungen des künftigen Angebots betreutes Wohnen mit Basisdienstleistungen entspricht.

Die Machbarkeitsstudie für den Neubau wird von den Aarauer Architekten Hertig Noetzli erstellt. Sie soll im Herbst vorliegen. Dann wollen Verwaltungsrat und Aktionäre wieder informieren.