Aarau
Enkel soll über 20 Mal auf seine Grossmutter eingestochen haben

Ein Enkel soll in Aarau letzte Woche seine Grossmutter getötet haben. Nun kommen neue Fakten ans Licht: Anscheinend soll der 27-Jährige über 20-mal auf seine Grossmutter mit einem spitzigen Gegenstand eingestochen haben. Doch das ist nicht alles.

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81-jährige Frau in Aarau umgebracht
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Die Tochter der 81-jährigen Frau machte sich Sorgen, weil sie ihre Mutter telefonisch nicht erreichen konnte.
Ermittler suchen an der Tannenstrasse Spuren.
Die Ermittlungen sind in vollem Gange.
Auf Spurensuche mit dem Hund
Die Kantonspolizei sucht in der Nachbarschaft nach Spuren
Die Polizei durchsucht die benachbarten Gärten
Das Tatmotiv ist noch unbekannt.
Die Polizei hat eine Obduktion der Leiche angeordnet.
Vor dem Haus der 81-jährigen Frau steht ein Polizeiauto.
Erste Ermittlungen der Polizei zeigen, dass der Enkel der 81-Jährigen mitverantwortlich sein soll.
Die Polizei wurde von Bekannten des Opfers alarmiert.
Ein Ermittler der Spurensicherung trifft am Tatort ein

81-jährige Frau in Aarau umgebracht

Peter Rippstein/Tele M1

Wie der "Blick" in seiner jüngsten Ausgabe berichtet, gibt es neue Fakten zum Mord einer 81-jährigen Frau im vornehmen Aarauer Zelgli-Quartier: Der Enkel, der seine Grossmutter getötet haben soll, habe über 20-mal mit einem spitzen Gegenstand auf sie eingestochen. Auch soll der 27-Jährige nach der Tat Schnittwunden an den Fingern aufgewiesen haben. Diese deute darauf hin, dass sich die alte Frau gewehrt habe.

Weiter geht die Polizei laut "Blick" davon aus, dass der junge Mann nach seiner Tat zu Fuss nach Hause geflüchtet sei und nachher seine blutigen Kleider im Müllcontainer entsorgt habe. Seine Wohnung befindet sich drei Kilometer vom Tatort entfernt.

2010 hat der Mann seinen Vater angegriffen

Zudem sei der Mann nicht das erste Mal gewalttätig gewesen. Bereits bekannt war, dass der Enkel seine Grossmutter Ende November 2013 schon einmal angegriffen habe. Er kam danach für zehn Tage in die Psychiatrische Klinik Königsfelden in Windisch. Trotz der Warnungen seiner Mutter wurde er aber wieder entlassen. Doch auch vorher war der 27-jährige Aarauer bereits gewalttätig: Er soll seinen Vater 2010 mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Der Mann leidet seit Jahren an Schizophrenie.

Der Tatverdächtige ist nun vorerst für drei Monate in Untersuchungshaft wegen Verdunkelungs- und Fluchtgefahr. Ein Geständnis des Mannes liegt bisher nicht vor. (fam)