Aarau
Endlich: Baubewilligung für Aarauer Fussballstadion kommt Ende Mai

Die Verhandlungen zwischen Bauherrin und Einsprecher wurden vor mehreren Wochen beendet. Die Baubewilligung fürs neue Aarauer Fussballstadion Torfeld Süd dürfte demnächst vorliegen. Doch kommt es dann zur nächsten Einsprachewelle?

Sabine Kuster
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Das neue Stadion für den FC Aarau soll 10'000 Zuschauern Platz bieten.
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Blick hinein: So soll das Stadion innen aussehen.
Das geplante Aarauer Stadion im Quartier Torfeld-Süd – es wäre vom Bahnhof Aarau in nur fünf Minuten erreichbar.
Der Eingang ins Stadiongebäude heisst Stadtloggia
So sieht das neue Aarauer Fussballstadion aus
Modell des geplanten Aarauer Fussballstadions im Torfeld Süd
Modell des geplanten Aarauer Fussballstadions im Torfeld Süd
Modell des geplanten Aarauer Fussballstadions im Torfeld Süd
Das alte Projekt lag 2009 öffentlich auf und wurde dann sistiert.

Das neue Stadion für den FC Aarau soll 10'000 Zuschauern Platz bieten.

ZVG

Die Spatzen pfeifen es von den Giebeln: Die Baubewilligung fürs neue Fussballstadion im Torfeld Süd soll Ende Monat kommen. Zwei voneinander unabhängige Quellen bestätigen dies.

Die Verhandlungen zwischen HRS und Einsprecher VCS wurden im März abgeschlossen, seither ist die Stadt am Ausarbeiten der Einspracheentscheide und der Baubewilligung.

Kommt die Baubewilligung Ende Mai, läge die Bauherrin HRS nur knapp neben ihrer Prognose, welche sie im November machte: Sie erwarte die Baubewilligung im ersten Quartal 2014. Damit stellen sich neue Fragen: Was geschieht danach? Kommt einfach die nächste Einsprachewelle?

Es ist wahrscheinlich – aber nicht sicher –, dass der VCS nach den langen Verhandlungen nun zufrieden ist und gegen die Baubewilligung keine Einsprache erheben wird.

Bleiben also noch die zwei privaten Einwendungen. Einer davon wohnt im Gönhard – ihm geht es darum, dass das Quartier durch das Stadion keinen Verkehr erhält. Bis jetzt fahren die Fussballfans zweimal pro Woche durchs Gönhardquartier und parkieren dort entlang der Quartierstrassen.

Dieser Verkehr würde mit dem neuen Stadion wegfallen. Doch manche Anwohner befürchten, dass dafür der Schleichverkehr von der Entfelderstrasse als direkte Verbindung zum Stadion zunehmen wird.

Das altehrwürdige Brügglifeld:

Streifzug durchs Brügglifeld
22 Bilder
Reduziert: Die Gäste-Garderobe
Heimelig: Die Presseplätze
Zweckmässig: Der Raum für Sponsoren und Gönner
Archaisch: Der Waschtrog für die Fussballschuhe
Wunderschön: Die Wendeltreppe in den Untergrund
Impressionen aus dem Brügglifeld (April 2014)
Impressionen aus dem Brügglifeld (April 2014)
Impressionen aus dem Brügglifeld (April 2014)
Impressionen aus dem Brügglifeld (April 2014)
Impressionen aus dem Brügglifeld (April 2014)
Impressionen aus dem Brügglifeld (April 2014)
Impressionen aus dem Brügglifeld (April 2014)
Impressionen aus dem Brügglifeld (April 2014)
Impressionen aus dem Brügglifeld (April 2014)
Impressionen aus dem Brügglifeld (April 2014)
Impressionen aus dem Brügglifeld (April 2014)
Impressionen aus dem Brügglifeld (April 2014)
Impressionen aus dem Brügglifeld (April 2014)
Impressionen aus dem Brügglifeld (April 2014)
Impressionen aus dem Brügglifeld (April 2014)
Impressionen aus dem Brügglifeld (April 2014)

Streifzug durchs Brügglifeld

Emanuel Per Freudiger

Fahrverbot geplant

Der Einsprecher im Gönhard sagt, er würde die Baubewilligung nicht anfechten, wenn eines garantiert sei: eine Fahrverbotszone im Quartier. Diese Absicht hat der Stadtrat im Januar vor einem Jahr verkündet. Die Massnahme ist die Folge eines Bundesgerichtsentscheids von 2010 zu einer Lärmschutzbeschwerde an der Weltistrasse.

Der Stadtrat wurde angewiesen, zu prüfen, ob Verkehrsberuhigungen realisiert werden müssten. Eine Verkehrsstudie zeigte darauf, dass das Quartier nicht übermässig lärmbelastet ist.

Doch wegen des Umweltschutzgesetzes muss der Stadtrat den Verkehr bzw. die Emissionen dort dennoch so weit begrenzen, wie dies technisch, betrieblich und wirtschaftlich möglich ist.

Dazu waren weitere Modellrechnungen notwendig, welche der Kanton an die Hand nahm, da die Massnahmen die angrenzenden Kantonsstrassen betreffen. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt begann im Sommer 2013 damit – und wurde erst vor einem Monat fertig.

«Jetzt liegt der Entwurf bei uns zur Überarbeitung», sagt der zuständige Stadtrat Werner Schib. Bis Ende Mai werde die Stadt dazu Stellung nehmen. Den Schlussbericht des Kantons erwarte man bis Mitte Jahr. Darauf folgt der definitive Entscheid des Stadtrates zum Fahrverbot im Gönhard.

Obwohl die Stadt nach wie vor an ihrer Absicht festhält, reicht dem privaten Stadion-Einsprecher dies offenbar nicht als Garantie.

Schib sagt jedoch: «Wir wollen und können die Baubewilligung nicht extra in der Schublade zurück halten, nur weil die Planung im Gönhard noch nicht abgeschlossen ist.»

Falls der Anwohner trotz der Absichtserklärung des Stadtrates die Baubewilligung anficht, so würde er sie wohl spätestens dann wieder fallenlassen, wenn das Fahrverbot definitiv gesprochen ist.