Buchs

«Elite Markt» eröffnet dritte Filiale und will hoch hinaus: «Wir wollen so gross werden wie Migros und Coop»

Elite-Markt-Inhaber Eyyüp Kavak (r.) und Filialleiter Mehmet Akbulut.

Elite-Markt-Inhaber Eyyüp Kavak (r.) und Filialleiter Mehmet Akbulut.

Im neuen «Elite Markt» an der Aarauerstrasse in Buchs sind alle Produkte halal. Der Besitzer versteht Vorbehalte der Konservativen, zeigt sich aber offenherzig. Zudem hat er ambitiöse Pläne.

An der Buchser Aarauerstrasse hat es bereits mehrere Läden mit Produkten aus dem südosteuropäischen und arabischen Raum. Und nun gibt es im Haus Nummer 40 – dort, wo früher ein Möbelladen war – einen neuen Detailhändler: den «Elite Markt». Dessen Werbeoffensive ist in der Region Aarau auf Plakatwänden nicht zu übersehen.

Nach den Regeln des Islams

In Buchs ist die Begeisterung in konservativen Kreisen verhalten; die Läden an der Aarauerstrasse sind manchen nicht geheuer. «Wir verstehen diese Ängste und laden deshalb alle ein, sich selber ein Bild vor Ort zu machen.» Das sagen Eyyüp Kavak und Mehmet Akbulut. Kavak ist Firmeninhaber der «Elite Markt»-Filialen. Er wohnt in Oberentfelden; ihm gehört dort das Restaurant Veloce. Filialleiter in Buchs, Verkaufsleiter und Personalverantwortlicher ist Akbulut.

Der Laden in Buchs ist nicht riesig, wirkt aber einladend und sauber. Die Frischfleischtheke ist für die Grösse des Ladens enorm. Man findet internationale und regionale Lebensmittel sowie eine grosse Auswahl an grösstenteils in der Schweiz angebauten Früchten und Gemüsen. Alles ist halal, die Lebensmittel entsprechen also den Regeln des Islams – das manifestiert sich vor allem im Verzicht auf Schweinefleisch und Alkohol.

Die Buchser Filiale ist bereits die dritte, die «Elite Markt» dieses Jahr eröffnet hatte: die erste im März in Gretzenbach, dann im Juni eine in Suhr. Die Buchser Niederlassung ist seit dem 11.  August offen. Die Pläne für einen vierten «Elite Markt» in Grenchen SO sind weit fortgeschritten, in der Region Aarau werden weitere Lokalitäten gesucht.

Das Ziel: So nah am Kunden wie möglich

Kein Zweifel: Die Unternehmer wollen hoch hinaus. «Unsere Vorbilder sind Migros und Coop – und zwar sowohl von der Qualität als auch von der Quantität her», erklärt Mehmet Akbulut, der bei einem dieser Grossverteiler die Detailhandelslehre gemacht und sich bis zum Filialleiter hochgearbeitet hat.

Und Firmeninhaber Eyyüp Kavak betont: «Wir haben das Ziel, so nah wie möglich bei unseren Kunden zu sein. Auch deshalb haben wir uns zum Ziel gesetzt, unser Filialennetz auszubauen. Wir bieten unseren Kunden auch Kundenkarten an, mit welchen im Gegensatz zu den herkömmlichen Kundenkarten direkt bezahlt werden kann.»

«Ich fühle mich hier sehr willkommen» – Stimmen und Eindrücke aus der Aarauerstrasse in Buchs.

«Ich fühle mich hier sehr willkommen» – Stimmen und Eindrücke aus der Aarauerstrasse in Buchs im Februar 2019.

Übrigens: Mit der Übernahme der Buchser «Dorfmetzg» hat der Elite-Markt, anders als man es sich im Dorf erzählt, nichts zu tun, sagen Eyyüp Kavak und Mehmet Akbulut. Die neue Pächterin der «Dorfmetzg» sei lediglich eine ehemalige Mitarbeiterin einer «Elite Markt»-Filiale.

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