Küttigen

Einzig über das Budget 2021 soll die Bevölkerung an der Urne abstimmen können

Auf dem Baumschulareal entsteht in den nächsten Jahren neuer Wohnraum.

Auf dem Baumschulareal entsteht in den nächsten Jahren neuer Wohnraum.

Nur das Budget 2021 kommt in Küttigen an die Urne. Über die anderen Geschäfte soll erst umfassend informiert werden können. So wird beispielsweise die Sanierung der Staffeleggstrasse als dringend, aber nicht unaufschiebbar, eingestuft.

Der Küttiger Gemeinderat schwimmt gegen den Strom. Dass er die Gemeindeversammlung abgesagt hat, ist zwar derzeit eher die Regel als die Ausnahme. Aber: Der Gemeinderat verzichtet explizit darauf, Geschäfte an die Urne zu bringen, die nicht absolut essenziell sind. Deshalb werden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 13. Dezember an der Urne einzig über das Budget 2021 entscheiden. Die anderen für die Wintergmeind vorgesehenen Geschäfte sind zwar auch dringend, aber nicht unaufschiebbar. Es geht dabei um den Kauf eines Grundstückes, um das Schulareal Dorf zu arrondieren, sowie um zwei Kredite für die Innensanierung des Gemeindehauses und die Sanierung der Staffeleggstrasse (Belagssanierung und Trottoirverlängerung). Komplett ohne Vorinformation und vor allem Diskussion will der Gemeinderat über diese Geschäfte offensichtlich nicht abstimmen lassen.

Das Budget 2021 basiert auf einem gleichbleibenden Steuerfuss von 100 Prozent. Es sieht ein kleines Minus von 58980 Franken vor. «Dank eingeleiteter Sparmassnahmen konnte das mutmassliche Defizit beträchtlich reduziert werden», so der Gemeinderat. Vor allem bei den Gewinn- und Kapitalsteuern juristischer Personen würden pandemiebedingt Mindereinnahmen erwartet. Die Rede ist von –28 Prozent gegenüber dem Ergebnis 2019. Bei den Einkommens- und Vermögenssteuern gehe man von einem «Nullwachstum» aus. Insgesamt budgetiert der Gemeinderat 2021 einen Steuerertrag von 19,4 Mio. Franken.

Coronakrise erhöht «Materielle Hilfe»

Neben einem gesteigerten Personalaufwand ist auch der Sach- und übrige Betriebsaufwand im Budget 2021 erhöht. Allerdings aus erfreulichem Grund, sofern Corona nicht dazwischenfunkt: Das zusätzliche Geld wird unter anderem für ein Jugendfest benötigt. Die Coronakrise hat auch dazu geführt, dass der Gemeinderat den Budgetposten «Materielle Hilfe» erhöht.

Die Investitionsrechnung sieht laut Gemeinderat «überdurchschnittlich hohe Nettoinvestitionen von 5,7 Mio. Franken vor». Neben der Innensanierung des Gemeindehauses, die wohl an der Sommergmeind 2021 traktandiert wird, verbleiben auch beim Bau des neuen Garderobengebäudes auf dem Ritzer noch Ausgaben in der Höhe von 1,2 Mio. Franken. Der Finanzierungsfehlbetrag von vier Mio. Franken kann laut Gemeinderat mit dem vorhandenen Nettovermögen gedeckt werden. Dieses beträgt per Ende 2021 mutmasslich 3,9 Millionen Franken.

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