Kontinuität

Einwohnerratswahlen Buchs: 13 Einwohnerräte amtsmüde, 27 stellen sich der Wiederwahl

Sitzung des Einwohnerrats Ende Januar 2010: Urs Zbinden, damals noch Stimmenzähler, sammelt Stimmzettel ein. Archiv Marcel Siegrist

Sitzung des Einwohnerrats Ende Januar 2010: Urs Zbinden, damals noch Stimmenzähler, sammelt Stimmzettel ein. Archiv Marcel Siegrist

40 Einwohnerräte bilden das Parlament von Buchs. 27 der Bisherigen stellen sich am 24. November der Wiederwahl, nur 13 demissionieren. Aktuell stellt die SVP die grösste Fraktion. Das soll sich nicht gross ändern. Ein Umsturz ist nicht zu erwarten.

40 Einwohnerräte bilden das Parlament von Buchs. 27 der Bisherigen stellen sich am 24. November der Wiederwahl, nur 13 demissionieren (siehe Grafik).

Aktuell stellt die SVP mit 13 Mitgliedern die grösste Fraktion, gefolgt von der FDP mit 9 Mitgliedern. Nur eines weniger hat die SP.

Mit kleinen Delegationen vertreten sind die CVP mit 5, die EVP mit 3 und die Grünen mit 2 Einwohnerratsmitgliedern. Im Verlauf der Legislatur sind sieben Einwohnerräte ausgeschieden, davon vier von der SP, was von bürgerlicher Seite prompt beklagt wurde.

22 Frauen und 42 Männer

Für die kommenden Wahlen sind dem Wahlbüro sechs Listen mit insgesamt 22 Kandidatinnen und 42 Kandidaten eingereicht worden.

Die Frauen stellen einen Fünftel der Kandidierenden. Die Wahlen dürften so ruhig verlaufen wie die Ratssitzungen, grosse Veränderungen in der parteipolitischen Zusammensetzung dürften ausbleiben.

Buchs ist die kleinste der zehn Einwohnerratsgemeinden im Kanton. Obwohl Buchs mit seinen knapp 7400 Einwohnern mehr und mehr zur Agglomerationsgemeinde Aaraus geworden ist, wird das vom Einwohnerrat und von der Bevölkerung kaum so wahrgenommen. Nähe und Zusammenarbeit sucht man eher mit Suhr und Gränichen.

Der Einwohnerrat Buchs ist bürgerlich dominiert. Dass sich die kleinen Parteien nicht gross beklagen, liegt daran, dass die Geschäfte meist nicht sehr kontrovers sind und auch mal ein eher von linker Seite favorisiertes Projekt sich durchsetzt. Die Verhandlungen sind sachlich und unaufgeregt

Die rhetorische Überzeugungskraft der Einwohnerratsmitglieder ist nur sporadisch gefordert. Wenn doch, geht es um soziale und kulturelle Investitionsvorhaben beziehungsweise um die Frage, was ist wirklich notwendig und was nur wünschenswert. Beispiele dafür sind Bibliothek oder Jugendarbeit.

In der zu Ende gehenden Legislatur waren die Sanierung und die Erweiterung des Alterszentrums Suhrhard sowie die Einführung von Tempo 30 und das Parkierungskonzept Entscheide, die den Einwohnerrat stark gefordert haben.

Heiss diskutiertes Thema war auch die Erneuerung der Abdankungshalle, ein Projekt, das – mit Support der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission FGPK – aus Kostengründen zurechtgestutzt wurde.

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