Einwohnerrat
SP Aarau macht sich Sorgen wegen Pestizidrückstände im Trinkwasser

Nachdem der "K-Tipp" berichtete, im Aarauer Trinkwasser habe es Rückstände von sieben Pestiziden, will die SP wissen, ob die Bevölkerung das Hahnenwasser noch bedenkenlos verwenden könne.

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Das Eniwa-Trankwassereservoir Gönhard

Das Eniwa-Trankwassereservoir Gönhard

Zvg

Ein Artikel der Konsumentenzeitschrift K-Tipp vom 2. Juni hat die SP Aarau dazu bewogen, eine Anfrage beim Stadtrat einzureichen. Es geht darin um Pestizid-Rückstände im Trinkwasser. Laut K-Tipp sind im Trinkwasser von Aarau Rückstände von sieben Pestiziden festgestellt worden. «Das ist sehr besorgniserregend», schreibt die SP in ihrer Anfrage. «Die Abbauprodukte von Chlorothalonil, dem Pilzvernichtungsmittel, das seit Anfang 2020 in der Schweiz nicht mehr verwendet werden darf, lagen in den Wasserproben von Aarau sogar über dem Höchstwert des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit von 0,1 Mikrogramm pro Liter.»

Gemäss Eniwa sei das Aarauer Trinkwasser unbehandeltes, naturreines Grundwasser und werde aus dem Suhre- und Aare-Grundwasserstrom gefördert. «Das erklärt jedoch nicht, warum Pestizide im Aarauer Trinkwasser gefunden wurden», so die SP. Auch deren Aarauer Kantonalparteipräsidentin zeigt sich besorgt:

Die SP-Einwohnerratsfraktion fordert den Stadtrat nun zum Handeln auf. Sie will wissen, ob der Stadtregierung diese «besorgniserregende Pestizidbelastung» bekannt gewesen sei und ob die Menschen in Aarau und der umliegenden Gemeinden ihr Hahnenwasser noch ohne Bedenken trinken oder zum Kochen verwenden können. Auch fragt sie nach, wo aktuelle Messwerte eingesehen werden können und ob die Quellen der Verunreinigungen bereits identifiziert seien. (nro)