In einer dringlichen Motion fordern SP-Einwohnerrätin Gabriela Suter und weitere Vertreter unterschiedlicher Parteien den Stadtrat auf, dem Einwohnerrat an der Sitzung vom 12. Mai ein Kreditbegehren für eine Photovoltaikanlage vorzulegen, die im Zuge der Aufstockung des Schulhauses Telli auf dem Dach montiert werden kann. Dies als Ergänzung zur bereits bestehenden thermischen Solaranlage, die revidiert und auf dem aufgestockten Dach ebenfalls wieder installiert wird.

Das Thema Photovoltaikanlage kommt nicht zum ersten Mal zur Sprache: Anlässlich der Beratung des Geschäftes «Aufstockung Primarschulhaus Telli» im Dezember 2013 hatte der Stadtrat angekündigt, die Realisierbarkeit der Anlage zu prüfen und dem Einwohnerrat voraussichtlich an der Sitzung im März eine Botschaft über ein Kreditbegehren für die Installation einer Photovoltaikanlage vorzulegen, sofern sich diese als wirtschaftlich erweist.

Auf der Traktandenliste von der Einwohnerratssitzung vom Montag ist das Kreditbegehren nicht aufgeführt. «Aufgrund der fortgeschrittenen Planung der Aufstockung muss die Realisation der Photovoltaikanlage so schnell wie möglich beschlossen werden», so Suters Beweggrund für die dringliche Motion.

Die geplante Photovoltaikanlage könne nur äusserst knapp als «nicht wirtschaftlich» bezeichnet werden, so Suter in ihren Begründungen: Unter dem Strich resultiere laut eines Vorprojekts, das die Stadt in Auftrag gegeben hat, in 30 Jahren ein Minus von 7500 Franken. Pro Jahr mache das einen Fehlbetrag von 250 Franken.

Damit wäre die Installation der Photovoltaikanlage in etwa kostenneutral. Den Gewinn für die Stadt sieht Suter im Umsteigen auf eine erneuerbare Stromproduktion: «Es wäre eine Chance für die Stadt, ihrer Verpflichtung zur Förderung erneuerbarer Energiequellen nachzukommen.» Überhaupt nicht wirtschaftlich wäre hingegen eine nachträgliche Installation einer solchen Anlage: «Wird eine Photovoltaikanlage erst zu einem späteren Zeitpunkt montiert, beispielsweise von privaten Investoren, vergrössern sich die Installationskosten unverhältnismässig, weil diverse Synergien zum Bau des neuen Dachs entfallen», so Suter.

Das Dach des Schulhauses bietet laut Vorprojekt aufgrund der grossen Dachfläche und der ganztätigen Besonnung ideale Voraussetzungen für die Installation einer Photovoltaikanlage. Laut Vorprojekt läge der Energieertrag bei rund 84 000 Kilowattstunden pro Jahr. Das entspreche etwa der Hälfte des Jahresverbrauchs des Schulhauses oder dem Bedarf von 16 Einfamilienhäusern.