Aarau
Einstein-Passage im Aarauer Bahnhof eingeweiht

Die ersten Gedanken zur Relativitätstheorie hat Albert Einstein in Aarau formuliert. Zu Ehren an sein Aarauer Jahr haben ihm die Stadt Aarau und die SBB eine Passage mit Gedenktafel und einer modernen Lichtinstallationen gewidmet.

Merken
Drucken
Teilen
Die Einstein-Passage am Bahnhof Aarau wurde eingeweiht
20 Bilder
Die Einstein-Passage am Bahnhof Aarau wurde eingeweiht

Die Einstein-Passage am Bahnhof Aarau wurde eingeweiht

Seit Freitagmorgen hat Aarau eine Einstein-Passage im neuen Bahnhof: Der Nordabschnitt der Personenunterführung zwischen Bahnhofshalle und der noch zu sanierenden grossen Halle unter der Bahnhofstrasse ist eingeweiht worden.

Die Passage zeichnet sich durch eine aus 21 LED-Panels und einer Einstein-Gedenktafel aus. Bei der Lichtinstallation handelt es sich um eine Premiere: Mittels Bewegungssensoren erfasst die Installation den Fussgängerstrom.

Einstein in Aarau

Albert Einstein verbrachte 1896 ein ganzes Jahr in Aarau. Dabei stellte sich Einstein die so genannte «Aarauer Frage», die er wie folgt formulierte: «Während dieses Jahres in Aarau kam mir die Frage auf: Wenn man einer Lichtwelle mit Lichtgeschwindigkeit nachläuft, so würde man ein zeitunabhängiges Wellenfeld vor sich haben. So etwas scheint es aber doch nicht zu geben!» Dies war das erste Gedankenexperiment, das mit der speziellen Relativitätstheorie zu tun hat.

Jede vorbeigehende Person löst, zeitgleich oder zeitverschoben, ein anderes Bild aus, welches zudem von Tages- und Jahreszeit sowie aktueller Wetterlage beeinflusst wird. Die beauftragten Architekten haben damit die ersten Gedanken Einsteins zur Relativitätstheorie aufgenommen.

Der Anstoss, dem weltberühmten Physiker am Bahnhof Aarau ein Memorial zu errichten, kam vom Initiativkomitee «Einstein am Bahnhof». Das Komitee war und ist der Überzeugung, dass Aarau vermehrt auf die enge Beziehung zum Nobelpreisträger aufmerksam machen sollte. Beim Stadtrat stiess das Komitee unverzüglich auf offene Ohren.

Die Gedenktafel wurde bei der Aarauer Glockengiesserei Rüetschi gegossen, finanziert wird sie durch eine beachtliche Anzahl (Privat-)Sponsoren. (pd/sha)