Nach seinem erzwungenen Rücktritt Ende 2006 machte Valentin Roschacher sein Hobby zum Beruf und schuf sich einen Namen als Kunstmaler. Mit dünnen Pinselstrichen erschafft der ehemalige Bundesanwalt riesige Gemälde, für die er jeweils mehrere Tausend Stunden Arbeit aufwendet. Nun gibt es die beeindruckenden Bilder des Kunstmalers auch im Aargau zu bewundern.

Genauer in der Galerie Dutoit in Unterentfelden. Dort gibt es unter anderem auch sein Meisterwerk zu bewundern: ein Alpenpanorama im Format 1,8 x 4,5 Meter, das die Jungfrauregion zeigt und dem Künstler rund 6500 Arbeitsstunden abverlangte.  

Vom Regionalsender Tele M1 auf die «Geldwäscherei-Affäre Holenweger» von 2006 angesprochen, erklärt Roschacher: «Ich wäre sicher noch einige Jahre oder länger in Bern geblieben. Dann ist aber die Gefahr, ob man den Absprung schafft oder nicht.» Durch den medialen und juristischen Druck sei es ihm schliesslich leichter gefallen, endlich das zu tun, was er schon immer habe machen wollen. 

Ob er ausschliesslich von seiner Malerei leben kann, das wusste Roschacher beim Start in sein neues Leben noch nicht. Heute sagt er dazu: «Im schlimmsten Fall hätte ich wohl irgendwo halbtags einen Job bei einem Kiosk angenommen und Ragusa verkauft.»  

Begeistert von Valentin Roschachers Oeuvre ist auch Galerist Thomas Dutoit. Im Gespräch mit Tele M1 erklärt er: «Er hat die nötige Ruhe, um solche Bilder zu erschaffen. Ich kenne niemanden, der so viel Geduld wie er hat.» (luk)

Auch in der Tele M1-Sendung «Fokus» sprach Valentin Roschacher über sein Werk. Die ganze Sendung können Sie hier nachschauen:

Bilderausstellung von Valentin Roschacher

Bilderausstellung von Valentin Roschacher

Der Ex-Bundesanwalt und Kunstmaler Valentin Roschacher verrät weshalb er nur ein Haar am Pinsel hat, um damit riesige Berglandschaften zu malen.