Aarau Rohr
Einst vom Militär gebaut und heute im Besitz der Axpo

Brücke nach Biberstein wird für ein paar Tage gesperrt.Die Auswirkungen der Sperre werden sich in Grenzen halten. Seit der Eröffnung der Neuen Staffeleggstrasse im Dezember 2010 ist der Verkehr auf der Ortsverbindung stark zurück gegangen.

Toni Widmer
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Der Weg zur Brücke ist so schmal wie der Übergang, der Verkehr ist aber stark zurückgegangen. Toni Widmer

Der Weg zur Brücke ist so schmal wie der Übergang, der Verkehr ist aber stark zurückgegangen. Toni Widmer

Beim Aare-Übergang zwischen Aarau Rohr und Biberstein sind Unterhaltsarbeiten an den Brückenlagern nötig. Die schmale Brücke wird deshalb von Montag, 10. bis Freitag, 21.September sowie vom Montag, 1. bis Freitag, 5. Oktober für den motorisierten Verkehr gesperrt. Fussgänger und Radfahrer können passieren.

Kein Verkehrschaos zu befürchten

Die Auswirkungen der Sperre werden sich in Grenzen halten. Seit der Eröffnung der Neuen Staffeleggstrasse im Dezember 2010 ist der Verkehr auf der Ortsverbindung stark zurück gegangen. Früher wurde die schmale Brücke von über 3000 Fahrzeuge pro Tag befahren, jetzt sind es nur noch rund 1300. Für die verantwortlichen Behörden ist die Strasse dennoch weiterhin ein Thema: «Weil es so eng ist, werden regelmässig Strassenpfosten umgefahren. Dazu kommt, dass die Fahrbahn an vielen Stellen breiter ist, als ausgemarcht. Das heisst, der Verkehr rollt über Land, das den Bauern und nicht der Gemeinde gehört», erklärt Thomas Pfister, Leiter Tiefbau im Aarauer Stadtbauamt.

Zukunft der Strasse ist offen

Diese unbefriedigende Situation hat schon den Rohrer Gemeinderat immer wieder beschäftigt. Nach der Fusion soll sie jetzt definitiv bereinigt werden: «Wir werden uns in naher Zukunft intensiv mit der Zukunft dieser Strasse befassen und unter Einbezug der Bevölkerung nach der sinnvollsten Lösung suchen», sagt Pfister. Abklären will man dabei einen Vollausbau ebenso wie einen Rückbau auf die ursprüngliche einspurige Strassenbreite mit entsprechenden Ausweichstellen.

Verbindung erst seit 50 Jahren

Eine direkte Verbindung zwischen Rohr und Biberstein gibt es für den motorisierten Verkehr erst seit 1940. Die Brücke wurde von der Armee im 2.Weltkrieg gebaut. Vorher gab es lediglich eine Fähre, an welche das Restaurant «Aarfähre» noch erinnert.

Die einspurig befahrbare Brückenfahrbahn bestand vorerst aus Holz und wurde erst nach dem Krieg betoniert. Gleichzeitig musste sie wegen des nahen Kraftwerks Rupperswil-Auenstein auch angehoben werden. Deshalb sorgt für den Brückenunterhalt seither auch die Axpo als Kraftwerkbetreiberin.