Aarau
Einsprecher und Politiker wollen keinen Abbruch auf Vorrat im Torfeld Süd

Weil die Industriebrache Torfeld Süd in den nächsten Jahren neu überbaut wird, müssen zuerst diverse bestehende Gebäude dem Erdboden gleichgemacht werden. Im Juli und August lagen deshalb sieben Abbruchgesuche an der Buchserstrasse öffentlich auf.

Thomas Röthlin
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Buchserstrasse

Buchserstrasse

Aargauer Zeitung

Gegen sämtliche Gesuche ist eine Sammeleinsprache von 19 Mitunterzeichnenden eingegangen. Dies sagt auf Anfrage Thomas Oetiker vom Stadtbauamt. Die Einsprache will verhindern, dass die Gebäude auf Vorrat abgebrochen werden.

Man stört sich also nicht am Verschwinden einzelner Liegenschaften - unter anderem einer Autowerkstatt und eines Vereinslokals: Der günstige Raum in den alten Häusern soll möglichst lang genutzt werden können. Laut Oetiker möchten die Einsprecher deshalb, dass die Abbruchbewilligungen auf die Baueingabe für die Neubauten abgestimmt werden.

Abbruch auf Vorrat befürchtet

Sekundiert werden die Einsprecher von drei Einwohnerräten der Fraktion Grüne/Jetzt!, die am Montag eine parlamentarische Anfrage einreichten. Sie «befürchten, dass ein Abbruch auf Vorrat erfolgen soll, was unter Umständen eine mehrjährige Baubrache zur Folge hätte». Die Zwischennutzungen sollten «so lange wie möglich erhalten bleiben».
Die Grundeigentümerin Mobimo präsentierte die Neubebauung im Dezember 2011. Die Detailplanung hat erst angefangen, Mobimo rechnet mit dem Bezug des neuen Quartiers ab 2015. Bereits bewilligt ist der Ende 2012 beginnende Abbruch des Gais-Hochhauses, gegen den keine Einsprachen eingingen. Dieses Baufeld wird für einen Ersatzbau der Aarauer Architekten Schneider & Schneider zeitlich vorgezogen. (trö)