Wer in der Altstadt oder in der dicht besiedelten Innenstadt wohnt, kennt das Problem: Der Abfallsack ist dann voll, wenn er voll ist – und nicht, wenn die Kehrichtabfuhr kommt. Mancherorts mangelt es an Keller- oder Balkonräumen, um die stinkenden Säcke zwischenzulagern – mit dem Resultat, dass sie zu früh auf die Strasse gestellt werden. Dort sind sie nicht nur unansehnlich, sondern sie werden oft auch von Tieren zerfetzt. Kommt hinzu, dass die Altstadtgassen durch die vielen Gartenbeizen für den Werkhof immer unzugänglicher werden.

Die Stadt Aarau setzt deshalb seit einiger Zeit auf Unterflur-Container. Sie will am Färberplatz, am Graben und im Schachen an der Asylstrasse je eine Unterflursammelstelle bauen, in denen die blauen Kehrichtsäcke deponiert werden können. Die Baugesuche lagen in den letzten Wochen beim Stadtbüro öffentlich auf. Nun zeigt sich: An zwei Standorten wird es wohl noch dauern, bis die Unterflur-Sammelstellen realisiert werden können. Einzig beim Standort Asylstrasse – gleich bei der Haldentorbrücke – hat es keine Einwendungen gegeben; hier könne nun die Detailplanung und die Submission starten, sagt der Bau-Ressortvorsteher, Stadtrat Hanspeter Thür. Die Inbetriebnahme ist frühestens für Ende Jahr vorgesehen.

Gegen den Standort Graben hat es zwei Einsprachen gegeben, gegen den Standort Färberplatz eine. Hier dürfte sich das Verfahren noch eine Weile hinziehen. Die Sammelstelle Graben soll neben der Litfass-Säule vor dem Sunrise-Shop erstellt werden. Der Standort Färberplatz ist nördlich der Markthalle (Richtung Laurenzentorgasse) vorgesehen. (NRO)