Muhen
Einsprache gegen Tierheimpension

Das neue Tierheim an der Köllikerstrasse ist noch nicht unter Dach. Gegen die Baubewilligung ist eine Beschwerde beim Regierungsrat eingereicht worden.

Hermann Rauber
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Einsprache

Einsprache

Gegen die an Sandra Gloor erteilte Baubewilligung für eine Ferienpension für Hunde, Katzen und andere Kleintiere in Muhen ist beim Regierungsrat des Kantons Aargau Beschwerde eingereicht worden. Im Moment läuft das Vernehmlassungsverfahren bei den betroffenen Parteien.

Zu diesen gehören auch Anwohner im Umfeld des geplanten Standortes an der Köllikerstrasse 6. Diese reichten bereits bei der öffentlichen Auflage des Bauvorhabens eine Sammeleinsprache mit rund hundert Unterschriften ein. Im Vordergrund standen Bedenken gegen «unkontrolliertes Hundegebell» und gegen zusätzlichen Verkehr im Quartier.

Das Projekt sieht in einem ehemaligen Pferdestall ein «Katzenzimmer» mit einem Aussengehege für rund 40 Vierbeiner vor. Und auf einer Wiese hinter dem Gebäude soll ein Hundegehege mit Boxen und einem Auslauf für noch einmal 40 Tiere entstehen. Die Idee, die hinter diesem Vorhaben steht, ist einfach: Tierhalter bringen ihre Hunde, Katzen, Hasen oder Meerschweinchen tage- oder wochenweise in die «Pension» in die Ferien oder in Obhut. Das entsprechende Baugesuch für die nötigen Umbauten lag Ende des letzten Jahres auf der Gemeindeverwaltung Muhen öffentlich auf.

«Ruhezeiten werden eingehalten»

Sandra Gloor erklärte damals gegenüber der az, dass sie die «Ängste der Leute» verstehe und entsprechende Lärmschutzmassnahmen treffen werde. So würden die Ruhezeiten über Mittag und am Abend «strikte eingehalten», zudem bestätige ein Gutachten, dass die «Grenzwerte» der zu erwartenden Immissionen mit dem Projekt eingehalten würden.

Aufgrund dieses Betriebskonzeptes und nach Konsultation der kantonalen Fachstelle hat der Gemeinderat Muhen die Baubewilligung im Sommer dieses Jahres erteilt. Diese ist aber durch das Beschwerdeverfahren noch nicht rechtskräftig.