Ostern 2011

Einmal streicheln, bitte!

Jedes Kind darf für eine Weile ein Federbällchen hüten.

Ostern im Naturama

Jedes Kind darf für eine Weile ein Federbällchen hüten.

Das Naturama in Aarau zeigt über Ostern Hasen und Küken zum Anfassen Legen braune Hühner weisse Eier? Wie entstehen Osterhasen? Und vor allem: Wie ist es, ein Küken zu streicheln? Das Natu rama hat die Antworten.

Das Naturama ist über Ostern einmal mehr ein Museum zum Anfassen: Statt Vitrinen stehen im obersten Stock Kaninchenställe und eine Kiste mit Küken. Wer warten muss, weil die Flaumbällchen gerade 30 Minuten «Streichelpause» haben, erfährt in der Ausstellung zum Beispiel, dass Hennen heute doppelt so viele Eier legen, wie vor 50 Jahren, nämlich 320 pro Jahr. Und sie legen braune oder weisse Eier unabhängig von der Federfarbe; massgebend ist die Farbe des Hautlappens unter dem Hühnerohr.

Nun aber hat der 8-jährige Elia aus Fislisbach von der Museumshelferin ein Küken in die Hand gesetzt bekommen. «Chli frech» sei es, sagt er, es wolle weghüpfen. Sein Cousin Lukas aus Niederlenz scheint hingegen ein wahrer «Kükenflüsterer» zu sein. «Er bringt alle zum Schlafen», sagt Elia. Selbst das Kaninchen vorhin habe während des Streichelns die Augen geschlossen. «Schon mega herzig», sagt Lukas und, dass er gelernt habe, dass die gelben Küken die Männchen seien und die hellbraunen die Weibchen. «Ich hab irgendwie gedacht, es müsse umgekehrt sein», sagt er. Ausgewachsen sind aber beide Küken mehr oder weniger braun. Dass sie so lange überleben, dafür garantiert das Naturama. Die Küken stammen vom Hermenhof in Staufen und werden nach der Ausstellung an verschiedene Bauern verteilt -und nicht etwa an die Schlangen zwei Stockwerke tiefer.

Lokale Verbände stellen die Kleintiere zur Verfügung


Die verschiedenen Kaninchen zum Streicheln stellt der Kleintierzüchterverein Kölliken zur Verfügung. Wie die Küken scheinen sie die vielen Streichelhände gewohnt zu sein und schliessen immer wieder die Augen. Ohnehin herrscht hier eine fast andächtige Ruhe.

Elia und Lukas sehen selbst aus wie Hasen: Sie haben sich im Nebenraum von den Museumshelferinnen schminken lassen - wie der Rest ihrer Cousins und Cousinen. «Nur die Eltern nicht», lacht Elia.


In einem weiteren Raum, abgedunkelt und von Ventilatoren gekühlt, entstehen Hasen aus Schokolade. «Heute Morgen ging es noch, aber jetzt ist es langsam zu warm», sagt Thomas Marti von der Confiserie Brändli. Die Herstellung der Hasen dauert so länger als üblich, weil die Schokolade nur noch im Kühlschrank fest wird. Zuerst werden die Plastikformen mit weisser Schokolade geschminkt und dann mit Milchschokolade ausgegossen. Schwarze Schokolade sei bei den Kindern nicht sehr beliebt, sagt Marti. Die Confiserie Brändli aus Aarau bietet das Hasengiessen schon zum 6. Mal im Naturama an.


Im Entree des Museums wird stündlich der «Eiertütsch-Champion» erkoren und draussen misst ein Radargerät die Renngeschwindigkeit der (menschlichen) Osterhasen. Richtig anstrengend haben es aber die Küken in den Eiern: Die Besucher können beobachten, wie sie sich nach und nach aus dem Ei picken.

Naturama: Heute und morgen Ostermontag können im Naturama Aarau Küken und Hasen gestreichelt werden. Heute Sonntag findet ausserdem das Osterhasengiessen statt (15 Fr. + Museumseintritt). Für Kinder, die ein bemaltes Osterei mitbringen, ist der Eintritt gratis.

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