Aarauer Stadion

Einigung auf «Plan B» mit Hochhäusern ++ es braucht ein Volks-Ja ++ 1 Mio-Geldspritze für FCA

Sind zu einer Übereinkunft gekommen: Vertreter der Stadt Aarau, der Bauherrin HRS, des FC Aarau und von meinstadion.ch.

Sind zu einer Übereinkunft gekommen: Vertreter der Stadt Aarau, der Bauherrin HRS, des FC Aarau und von meinstadion.ch.

Es geht etwas in der Aarauer Stadionfrage. Heute Mittag haben alle Beteiligten an einer Medienkonferenz verkündet, sich auf den sogenannten Plan B geeinigt zu haben. Was das konkret heisst, lesen Sie im Protokoll des Live-Tickers.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Stadt, Bauherrin HRS, FCA und "meinstadion.ch" versprechen: Wir ziehen jetzt alle am gleichen Strick.
  • Der Plan B mit Hochhäusern soll umgesetzt werden.
  • Es gibt ein obligatorisches Referendum: Das Aarauer Stimmvolk entscheid über die BNO-Revision (Bau- und Nutzungsordnung); ein Ja ist die Voraussetzung für das neue Stadion.
  • Die Bauherrin HRS unterstützt den FCA in den nächsten fünf Jahren mit 1 Million Franken, zusätzlich zu den bisher jährlich 70'000 Franken.

Das Volk redet mit

Der Bau des seit Jahren geplanten Fussballstadions Aarau hat einmal mehr eine Klippe umschifft. Alle vier am Projekt Beteiligten einigten sich darauf, gemeinsam am gleichen Strick ziehen zu wollen. Die Stolpersteine liegen aber noch da.

Konkret soll das im Dezember vorgestellte "Projekt B" mit einem angepassten Stadion und vier neuen Hochhäuser errichtet werden. Mit dem Bau des Stadtions soll erst begonnen werden, wenn für die Hochhäuser rechtskräftige Baubewilligungen vorliegen.

"Alle ziehen am gleichen Strick", sagte der Aarauer Stadtammann Hanspeter Hilfiker (FDP) am Mittwoch vor den Medien. Neben der Stadt und dem Generalunternehmen HRS Real Estate AG sitzen nun auch der FC Aarau und der Verein meinstadion.ch im gleichen Boot. Der FC Aarau bekomme ein topmodernes Stadion, sagte Martin Kull, Chef und Inhaber des Generalunternehmens HRS.

Für das Stadion Torfeld Süd liegt eine rechtskräftige Baubewilligung vor. Damit diese Bewilligung nach zwei Jahren am kommenden 18. Mai nicht verfällt, soll rechtzeitig mit den Abbrucharbeiten auf dem Torfeld beim Bahnhof Aarau begonnen werden.

Der Zeitplan für das gesamte Projekt bleibt eng getaktet. Für den Bau der Hochhäuser muss die Stadt die Nutzungsplanung teilrevidieren. Der Stadtrat will die Revision den Stimmberechtigten zum Entscheid vorlegen. Wenn das Volk die Vorlage ablehnt, ist das Gesamtprojekt gescheitert.

Mit den vier Wohntürmen will das Generalunternehmen das Stadion querfinanzieren. Die Kosten für das Gesamtvorhaben betragen 80 Millionen Franken.

Nach einem Volksentscheid von Februar 2008 wird die Stadt Aarau das fertig errichtete Stadion mit 10'000 Sitzplätzen für 17 Millionen Franken kaufen. Der definitive Kaufvertrag soll im kommenden August rechtsgültig unterzeichnet werden.

Das Generalunternehmen HRS verpflichtete sich, das Baugesuch für die angepassten Stadionpläne bis September und das Baugesuch für die Hochhäuser bis Frühling 2019 einzureichen. Der Fahrplan sieht vor, dass das Stadion bis zur Saison 2022/2023 erstellt wird.

Die Swiss Football League (SFL) erklärte sich bereit, dem FC Aarau im April 2021 die Lizenz zu erteilen, auch wenn zu jenem Zeitpunkt noch Rechtsverfahren gegen die Baubewilligung der Hochhäuser hängig sein sollten. Unterdessen sponsert das Generalunternehmen HRS den FC Aarau - mit insgesamt einer Million Franken.

Hier können Sie den Liveticker zur Medienkonferenz nachlesen:

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