Regionale Abstimmungen
Einfach gut so

Auch in den Gemeinden lebt die Demokratie. Das zeigt, dass Einzelne viel bewegen können.

Urs Helbling
Urs Helbling
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Die Kölliker wollen das EWK nicht aus der Hand geben. Symbolbild:Keystone

Die Kölliker wollen das EWK nicht aus der Hand geben. Symbolbild:Keystone

KEYSTONE

Wenn es um etwas Konkretes, Fassbares, geht, dann ist das Interesse der Stimmberechtigten jeweils besonders gross: Am Wochenende mobilisierte die Billag-Vorlage. Aber ebenso die konkreten Diskussionsstoffe, die die diversen Sachabstimmungen in der Region lieferten, allen voran die Referendumsabstimmungen.

In Gränichen (56,2 %), Schafisheim (55,1 %)und Kölliken (50 %) waren die Stimmbeteiligungen überdurchschnittlich hoch. Und das nach jeweils intensiv geführten Abstimmungskämpfen. Nach Debatten, in denen die Wahrheit und der Anstand zum Teil etwas gar strapaziert wurden. Aber auch das gehört zur lebendigen Politik, zur direkten Demokratie, wie wir sie lieben und schätzen.

Lässt sich aus den drei Referendumsabstimmung etwas herauslesen? In zwei Fällen (Gränichen und Schafisheim) gelang es, Gemeindeversammlungsbeschlüsse umzustossen. Initiative Leute haben mit ihren Unterschriftensammlungen viel erreicht. Was nichts anderes heisst, als dass der Einzelne allen Unkenrufen zum trotz doch etwas bewegen kann. Zugegebenermassen bei besonders emotionalen Vorlagen (Tempo 30, Gemeinderats-Besoldung).

Und was lehrt uns die klare Bestätigung des Kölliker Neins zum EW-Verkauf? Das Geld ist manchmal, aber nicht immer das entscheidende Argument – und das ist doch irgendwie auch gut!