An der Kreisschulratssitzung vom Donnerstagabend konnte Ratspräsidentin Priska Garbely verkünden, dass das Projekt zur Gründung eines gemeinsamen Kreisschulverbandes «Aarau-Buchs» weit fortgeschritten sei.

Bereits im Januar wird das Abstimmungspäckli den Einwohnerräten von Buchs (26. Januar) und Aarau (23. Januar) zur Abstimmung gebracht. Es beinhaltet die folgenden Anträge: Zustimmung zur Auflösung der Kreisschule Buchs-Rohr, Beitritt zur Kreisschule Aarau-Buchs inklusive Annahme der Satzungen, Anpassung der Gemeindeordnung sowie den Kredit für die Umsetzungsphase.

Dem Kreisschulrat Buchs-Rohr obliegt es, die Kreisschule aufzulösen. Das sagte Präsidentin Priska Garbely an der Ratssitzung. Dies soll bereits in der Sitzung vom Dezember geschehen, so Garbely. Der Entscheid tritt erst dann in Kraft, wenn auch die Nachfolgeorganisation existiert.

«Wird der erarbeitete Zeitplan weiterhin eingehalten, sollte – bei Zustimmung von Einwohnerräten und Stimmberechtigten – die Kreisschule am 1. August 2018 den Schulbetrieb aufnehmen», sagt dazu Projektleiter Marco Salvini.

«Buchs-Rohr» verschwindet

Die Fusion der Kreisschulen ist eine letzte Pendenz aus der Fusion von Aarau mit Rohr im Jahr 2010. Die damals gegen 400 Kinder aus dem neuen Stadtteil Rohr wurden weiterhin in der Kreisschule Buchs-Rohr unterrichtet. Seither bestehen innerhalb der Stadt Aarau zwei unterschiedliche Schulorganisationen.

Ein Umstand, den der Kanton nur vorübergehend toleriert – nämlich so lange, bis die Auswirkungen der Strukturreform (Wechsel auf Modell 6/3) klar sein würden.

Im Dezember 2014 bewilligten die beiden Einwohnerräte Buchs und Aarau einen Projektierungskredit für die «Volksentscheide zum neuen Kreisschulverband Aarau-Buchs». Das letzte Wort haben die Stimmbürger.

Klar ist: Sollte der neue Kreisschulverband auf der Zielgeraden vom Souverän abgelehnt werden, wird die Kreisschule Buchs-Rohr trotzdem aufgelöst. Die Rohrer Kinder würden dann in die Schule Aarau integriert, welche sich dann neu organisieren müsste. Buchs müsste alleine weitermachen. Eine «Weiterführung des Status quo», so hiess es stets, komme nicht infrage.