Petition

«Eine starke Unterstützung»: 9285 Personen für Kantonsspital Aarau-Parkhaus

Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker und Stadtschreiber Daniel Roth nahmen gestern vor dem Rathaus von den KSA-Angestellten Jacqueline Saxer, Bernd Rosenkranz, Reto Bucher, Nicole Spirig, Susanne Müller und Barbara Widmer (v. r.) die Petition entgegen.

Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker und Stadtschreiber Daniel Roth nahmen gestern vor dem Rathaus von den KSA-Angestellten Jacqueline Saxer, Bernd Rosenkranz, Reto Bucher, Nicole Spirig, Susanne Müller und Barbara Widmer (v. r.) die Petition entgegen.

Noch nie wurde in der Stadt Aarau eine Petition mit derart vielen Unterschriften eingereicht. Gesammelt wurden diese für die baldige Realisierung eines Personalparkhauses für den Kantonsspital Aarau.

«Eine starke Unterstützung», erklärte am Dienstag Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker. Eine Petition mit derart vielen Unterschriften hätten sie noch nie bekommen. Anfang 2019 hatten sich 3366 Personen gegen die Entfernung des Mitteldamms oberhalb des Wasserkraftwerks ausgesprochen. Am Dienstag lieferte eine Gruppe von Angestellten des Kantonsspitals Aarau (KSA) 9285 Unterschriften ab: für die baldige Realisierung eines Personalparkhauses. 6500 Personen hatten die Bogen unterschrieben, die in Aarau, Buchs und Suhr verteilt worden sind, 2770 machten im Internet («Petitio») mit. Ihr Anliegen: «Corona-Heldinnen in Aarau brauchen mehr als Applaus – sie brauchen ein Parkhaus!»

Beim Spital-Neubau optimistischer

Auch viele Anwohner hätten unterzeichnet, erklärte Petitionsleiter Reto Bucher, Chef Beschaffung und Logistik im KSA. Viele Anwohner haben aber auch Einsprachen eingereicht gegen das 12-Millionen- Projekt, dank dem neben dem bestehenden Besucherparkhaus 465 zusätzliche Parkplätze entstehen sollen. Die über 50 Einwendungen (darunter eine vom VCS) sind für die Stadtverwaltung eine derartige Knacknuss, dass Hilfiker am Dienstag keine Prognose abgeben mochte, bis wann die Einspracheverhandlungen beendet sein werden.

Optimistischer ist er dagegen beim eigentlichen Spital-Neubau, der vom Parkhaus völlig unabhängig ist. Das 563 Millionen teure Projekt Dreiklang liegt noch bis am kommenden Montag auf. Hilfiker hofft, die Baubewilligung noch dieses Jahr erteilen zu können.

Schon viel für Optimierung der Mobilität getan

Was die Parkhaus-Frage anbetrifft, nimmt das KSA für sich in Anspruch, in den letzten Jahren intensiv an der Optimierung der Mobilität rund um unser Areal gearbeitet zu haben – mit beachtlichen Erfolgen. Die Spitalleitung habe laufend Vorschläge gemacht, wie der ÖV weiter ausgebaut werden könne – mit wenig Erfolg. Ein Problem ist insbesondere die Busanbindung. Allerdings ist diese für das an sieben Tagen in drei Schichten arbeitende KSA-Personal auch nur bedingt eine Hilfe. Nachts fahren keine Busse.

Die Petitionäre betonen: «Täglich suchen viele Mitarbeitende einen Parkplatz in den umliegenden Quartieren und verursachen störenden Suchverkehr – mit dem Parkhaus gehört dies der Vergangenheit an.»

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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