Aarau
Eine neue Siedlung in Rohr soll die Quartiere vernetzen

Im Stadtteil Rohr werden 25 neue Wohnungen gebaut. Der ehemalige Dorfkern soll wieder belebter werden.

Von Bastian Heiniger
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Im Stadtteil Rohr entsteht eine neue Siedlung. In deren Mitte soll es Platz für Begegnungen geben.

Im Stadtteil Rohr entsteht eine neue Siedlung. In deren Mitte soll es Platz für Begegnungen geben.

Visualisierung Husistein & Partner AG

Am Lindenweg im Stadtteil Rohr sind die neuen Wohnbauten bereits ausgesteckt. Auf dem Werkhofareal der Baufirma Husistein AG stehen Mulden, Container und hohe Stapel Backsteine. Ein Kran wartet auf seinen Einsatz.

Hier werden bald die vier leerstehenden Häuser der Baufirma abgerissen. Derzeit liegt das Baugesuch auf. Entstehen soll eine neue Siedlung mit öffentlichem Fussweg: 4 Gebäude, 25 Wohnungen, eine Tiefgarage mit 38 Parkplätzen. Es soll mehr Leben in den ehemaligen Dorfkern zurückkehren. Das ist die Ambition der Architekten Husistein und Partner AG. «Die vier Einzelgebäude werden so angeordnet, dass sie über die Hauptstrasse hinweg die beiden Teile des Quartiers ‹Dorf› vernetzen», sagt Philipp Husistein. Er ist der Inhaber des Architekturbüros und nicht direkt verwandt mit Marcel Husistein, Miteigentümer der Baufirma Husistein AG. Dieser gehört das Land.

Philipp Husistein sagt: «Das Bauprojekt ‹Wohnen am Lindenweg› ist kein Alltagsgeschäft». Es sei anspruchsvoll, weil sich die Bauten in einer speziellen Zone befänden: in der Dorfkernzone. Die Neubauten müssen somit zum bestehenden Ortsbild passen. Deshalb gab es mehrere Gespräche mit der Stadtbildkommission. Und weil die Siedlung von der Hauptstrasse aus erschlossen wird, waren Gespräche mit dem Kanton nötig.

Eine weitere Besonderheit: Das Gebäude zwischen Hauptstrasse und Lindenweg steht aufgrund seiner raumprägenden Funktion unter Volumenschutz. Das heisst: Es darf zwar abgerissen werden, der Neubau muss jedoch an derselben Stelle und mit denselben Massen gebaut werden. So bleibt der ursprüngliche Charakter des Ortes erhalten. Die vier Häuser unterscheiden sich nicht nur äusserlich, sondern auch hinsichtlich ihrer Wohnungsgrössen: Es entsteht ein Doppelfamilienhaus, ein Haus mit sieben Eigentumswohnungen und zwei Bauten mit insgesamt 16 Mietwohnungen.

Wie Wohnungen ausgestattet werden, sei noch nicht entschieden, sagt Philipp Husistein. Aber: Der Innenausbau werde hochwertig sein. Dennoch würden die 15 Miet- und die 10 Eigentumswohnungen preislich im mittleren Segment angeboten. Schliesslich sollen sie künftig nicht leer stehen, entstünde doch in der Region derzeit viel neuer Wohnraum. Sofern keine Einsprachen kommen, sollen die ersten Wohnungen 2017 bezugsbereit sein.