1. Mai
Eine linke Mehrheit im Aarauer Stadtrat sei «bitter nötig»

Rund 170 Personen beteiligten sich am gestrigen 1.-Mai-Umzug in Aarau. Dabei verriet SP-Hoffnungsträger Daniel Siegenthaler seine Visionen.

Ueli Wild
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Rund 170 Personen marschierten am diesjährigen 1.-Mai-Umzug in Aarau mit. Ueli Wild

Rund 170 Personen marschierten am diesjährigen 1.-Mai-Umzug in Aarau mit. Ueli Wild

Ueli Wild

Zuvorderst leuchtete das Transparent mit dem Slogan, den die Linke über den 1. Mai 2017 gesetzt hatten: «Zukunft für alle. Sozialer. Gerechter.» In der Mitte der Neunerkette mit dem Transparent waren Stadtpräsidentin Jolanda Urech und Einwohnerrat Daniel Siegenthaler, der im Herbst das Stadtpräsidium für die SP behaupten soll, zu erkennen.

Gleich dahinter, mit dem ersten VPOD-Transparent, gings schon konkret zur Sache bei der Stadtpolitik: «Herosé und Golatti nicht privatisieren», war da zu lesen – eine Parole für eine der kommunalen Abstimmungen vom 21. Mai. Gegen die Überführung der städtischen Altersheime in eine gemeinnützige AG nahm später als Rednerin auch Einwohnerrätin Leona Klopfenstein Stellung – und erntete dafür Applaus.

Acht Grad betrug die Aussentemperatur – gleich wie 2016. Und auch diesmal regnete es während der Maifeier teilweise heftig. Dass die Reden nun in der Markthalle gehalten wurden, erwies sich daher als Vorteil. Nur hart an der Nordwand regnete es zeitweilig durch die Öffnungen der Holzkonstruktion herein.

«Wir hoffen, dass wir das Stadtpräsidium in linken Händen halten können», sagte Moderatorin Silvia Dell’Aquila. Und eine linke Mehrheit im Stadtrat sei «bitter nötig». SP-Hoffnungsträger Daniel Siegenthaler verriet seine Visionen: Mit entsprechenden Forschungseinrichtungen könne Aarau zu einem schweizerischen Gesundheitszentrum werden. Oder: «Warum nicht Aarau gewinnen für ein nationales Leistungszentrum für eine beliebte Sportart?» Die Stadt, so Siegenthaler, solle zudem Land und Gebäude kaufen, um günstigen Wohn- und Gewerberaum zu schaffen. Und sie solle mit anderen Gemeinden fusionieren, jedenfalls da, wo dies «gut und richtig» sei.