Aarau
Eine Glocke: Aarau bekommt ein Stück Kultur in Briefmarkenformat

Zum Tag der Briefmarke Mitte Dezember und zum 125-Jahr-Jubiläum des Vereins für Briefmarkenkunde Aarau gibt die Schweizer Post eine spezielle Briefmarke heraus: den Aarauer Glocken-Block.

Isabelle Schwab
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Der Künstler Martin Eberhard stellte an der Vernissage die Aarauer Briefmarke vor.

Der Künstler Martin Eberhard stellte an der Vernissage die Aarauer Briefmarke vor.

Pascal Meier

Erhältlich ist die Die Briefmarke ab dem 14. November an den Poststellen in Aarau. Gestaltet wurde die Sondermarke vom Aargauer Künstler Martin Eberhard. Er hatte an der gestrigen Vernissage in der Glockengiesserei Rüetschi AG Gelegenheit, seinen Schaffensprozess zu erläutern.

Auch der Präsident des Vereins für Briefmarkenkunde, Hans Hochuli, trug zur Marke bei. «Auf der Marke sollte etwas dargestellt sein, das in der Aarauer Geschichte verwurzelt ist».»

Der Verein machte sich bereits während mehrerer Jahre Gedanken zum diesjährigen Jubiläum. «Eine unserer Ideen war, dass der älteste Fabrikationsbetrieb der Stadt abgebildet werden sollte.» Der älteste Betrieb Aaraus ist ohne Zweifel die Glockengiesserei. Schnell wurde klar: Auf der Briefmarke muss eine Glocke zu sehen sein.

Modernes und Althergebrachtes

Der Grafiker und Maler Martin Eberhard übernahm den Auftrag für die Gestaltung der Aarauer Marke gerne. Der Aarauer Block ist nicht der Erste, den er gestalten durfte. Bereits seit 1997 designt Eberhard Briefmarken. «Damals kamen gerade die ersten selbstklebenden Marken auf den Markt», sagt er und lacht.

Die Aarauer Marke hat Eberhard von Hand gezeichnet und gemalt. Das so entstandene Bild wurde auf Briefmarkenformat verkleinert. Zur Motivwahl liess sich der Künstler von der alten Glockengiesserei der Rüetschi AG inspirieren. «Mich faszinierte vor allem der Unterschied zwischen dem althergebrachten Herstellungsprozess einer Glocke und der modernen Technik», so Eberhard.

Was den Block für Sammler besonders interessant macht: Die Glocke kann dank einer Perforation herausgelöst und zum Frankieren verwendet werden. «Eine Briefmarke in Form einer Glocke gab es noch nie», freut sich Hans Hochuli. Auch die Prägung der Marke sei selten.