Aarau
Eine Fassade, die zum Denken anregen soll

Für den Umbaus des Gemeinschaftszentrums Telli wird ein «Kunst und Bau»-Werk realisiert. An der Vernissage können sich Interessierte über die eingereichten Projekte informieren.

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Im Rahmen des Umbaus des Gemeinschaftszentrums (GZ) Telli wird ein «Kunst und Bau»-Werk realisiert. An der Vernissage zur vierzehntägigen Ausstellung am Freitag, 4. März, können sich Interessierte über die eingereichten Projekte informieren.

Vergangenen Winter hat die Stadt Aarau als Bauherrin, vertreten durch das Stadtbauamt, einen «Kunst und Bau»-Studienauftrag durchgeführt. Ziel war es, eine künstlerische Intervention zu erbringen, die im öffentlichen Aussenraum auf den vielfältigen Betrieb des Gemeinschaftszen-trums aufmerksam macht und dessen Werte nach aussen widerspiegelt.

Der künstlerische Beitrag soll einen prägnanten Blickfang darstellen, der sich mit den sozialen, kulturellen und architektonischen Inhalten des Gemeinschaftszentrums auseinandersetzt.

Licht stellt Besucherfrequenz dar

Zwei Beiträge sind eingereicht worden: «Come on in and make yourself at home» – mit diesem Werbespruch lancierte das Tellizentrum sein Neuzuzügerprojekt. Die Künstlerin Claudia Waldner hat den Spruch aufgenommen und in ihren Wettbewerbsbeitrag eingebettet.

Die Lichtinstallationen im Aussen- und Innenraum widerspiegeln das Leben im Gemeinschaftszentrum. Je höher die Besucherfrequenz ist, desto heller leuchten die Lichter im Aussenbereich. Die Besucherfrequenz wird über die Betätigung der Eingangstüren gemessen.

Der Künstler Guido Nussbaum hat vorgeschlagen, die Waschbetonfläche des Gebäudes, das der Strasse zugekehrt ist, mit fünf Stirnen zu bemalen. Er nennt sein Werk «Stirnfassade». Es soll sich um vier Stirnen von jungen und älteren sowie männlichen und weiblichen Nutzern des Gemeinschaftszentrums handeln. Die fünfte Stirn wäre diejenige des Künstlers und würde gemäss einem «Selbstporträt 3000» von 1985 gemalt.

Auf Empfehlung des Stadtrats

Ein Beurteilungsgremium unter dem Vorsitz von Stadtrat und «GZ Telli»-Stiftungsratspräsident Michael Ganz hat die Arbeiten begutachtet. Der Stadtrat ist der Empfehlung des Beurteilungsgremiums gefolgt und hat sich für den Kunstbeitrag von Guido Nussbaum entschieden. Der Hauptgrund bestand darin, dass die einfache Idee der «Stirnfassade» eine starke Wirkung hinterlässt, zum Nachdenken anregt und folglich das Gemeinschaftszentrum nach aussen stärkt.

Die Stadt Aarau lädt alle Interessierten am Freitag, 4. März, 18.30 Uhr zur Vernissage mit Apéro im GZ Telli ein. Die Künstler werden an der Vernissage vor Ort sein. Die anschliessende Ausstellung der Kunstbeiträge dauert 14Tage und kann während der regulären Öffnungszeiten des Gemeinschaftszentrums besucht werden. (pd/az)