Aarau

«Eine Brücke, die zu Aarau passt»: Regierungsrat Attiger hilft beim offiziellen Baustart mit – der Name der Brücke ist noch unklar

Am Mittwoch war der offizielle Baustart für die «Kettenbrücke»-Nachfolgerin. Wann es wie weitergeht, ist aber unklar.

Jolanda Urech ist nicht mehr oft in offizieller Mission unterwegs. Aber zum offiziellen Baustart des «Pont Neuf», der neuen Aarebrücke, kam die ehemalige Stadtpräsidentin; ebenso der frühere Stadtbaumeister Felix Fuchs – nebst zahlreichen aktuellen Amtsträgern natürlich.

Das hängt damit zusammen, dass der Bau der neuen Brücke eine lange Vorgeschichte hat; es ist mittlerweile rund zehn Jahre her, seit aus 21 Wettbewerbsprojekten der «Pont Neuf» ausgewählt wurde. Und nun geht es los. «Ein historischer Moment», befand Urech.

Die Kettenbrücke von früher bis heute:

Das Brückenbauprojekt kostet etwa 33 Mio. Franken, wovon der Bund 3,26 Mio. aus dem Agglomerationsfonds zahlt. Der Rest entfällt auf Stadt (30 Prozent) und Kanton. Regierungsrat Stephan Attiger sagte in seiner Ansprache, er widerspreche nicht, wenn jemand behaupte, diese Brücke sei die wichtigste im Aargau. Er gehe davon aus, dass das neue Bauwerk etwa Ende 2021 in Betrieb genommen werden könne. Der Aarauer Vizestadtpräsident und Verkehrsminister Werner Schib betonte: «Wir bekommen eine Brücke, die zu Aarau passt, und die uns einen Mehrwert bringt. Die Aareuferwege beispielsweise werden viel breiter und einladender.»

Rothpletz Lienhard ist in der ARGE mit dabei

Wie die neue Brücke genannt werden soll – ob «Kettenbrücke» wie ihre Vor-Vorgängerin, «Pont Neuf» analog dem Wettbewerbsnamen oder ganz anders – wird in der Stadt übrigens sehr kontrovers diskutiert. Man braucht darauf nicht gleich eine Antwort. Bis die alte Brücke abgerissen wird, dauert es noch einen Moment.

Die 125 Meter lange Hilfsbrücke, die während der Bauzeit den Verkehr aufnehmen soll und an der seit Juli gebaut wurde, ist zwar fast fertig. Das Submissionsverfahren ist mittlerweile abgeschlossen und der Vertrag mit der ARGE Kettenbrücke seit Montag unter Dach und Fach (die Beschwerdefrist läuft noch). Der Arbeitsgemeinschaft, welche die neue Brücke baut, gehören die Implenia (Buchs), die Firma Meier + Jäggi (Zofingen) und die Firma Rothpletz Lienhard (Aarau) an.

Aber: «Die Vertragsverhandlungen, wie schon bei der Hilfsbrücke, haben sich in die Länge gezogen, sodass wir mit den Arbeitsvorbereitungen später starten konnten», sagt Roberto Scappaticci, Projektleiter beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Die Planung laufe auf Hochtouren, ein Startdatum für die Abbrucharbeiten sei aber noch nicht fix.

«Zudem nähern sich die Weihnachtsferien. Ich will nicht jetzt die Aarebrücke sperren und dann läuft über diese Zeit nichts.» Es ist möglich, dass die Hilfsbrücke erst im 2020 in Betrieb genommen wird. Sie hat keinen Teerbelag, gefahren wird direkt auf dem Beton. Aus Kosten-, aber auch aus Gewichtsgründen.

Der Pont Neuf hätte bereits ab 2017 erstellt werden sollen. Einsprachen haben das Projekt verzögert.

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