Aarau

Ein wiederkehrendes Politikum: Wird der «Pont Neuf» eine graue Maus?

Dass die Realisierung des «Pont Neuf» näher rückt, erkennt der Aarauer mittlerweile daran, dass ein erheblicher Teil der Bäume an beiden Ufern bereits abgeholzt wurde. Die FDP-Einwohnerratsfraktion moniert jetzt die Farbe des Kettenbrücke-Ersatzbaus.

Nach dem Maienzug sollen die Installationsarbeiten beginnen. Und obwohl die Planung so gut wie abgeschlossen ist, beschäftigt der «Pont Neuf» nun noch einmal die Politik. FDP-Einwohnerrätin Brigitte Vogt hat namens ihrer Fraktion eine Anfrage an den Stadtrat eingereicht. Es geht um die Optik der neuen Brücke.

Vogt führt an, dass in den Abstimmungsunterlagen für den Brückenbaukredit eine Visualisierung gezeigt wurde, auf der «ein wunderschönes Bauwerk in warmem, gelb-beigen Beton-Farbton» zu sehen sei. Doch bei dem «Pont Neuf»-Muster-Objekt, das 2017 beim Pontonierhäuschen am Aareufer (Nähe «Summertime») aufgestellt wurde und das verschiedene mögliche Oberflächenbehandlungen für die Brücke zeigt, ist das nicht erkennbar. Vogt schreibt, dieses Testobjekt «zeigt einen Beton, der weder farblich noch in der Materialisierung dem geplanten Spezialbeton entspricht. Sie habe beim zuständigen Projektleiter nachgefragt, führt Vogt aus. Dieser habe gesagt, man werde nach Baustart Farbversuche machen, um ein Resultat «in Anlehnung an die Projektvorlage» zu erreichen. «Dies lässt den Steuerzahler, insbesondere uns Aarauer, aufhorchen, da wir einen stolzen Beitrag an den ‹Pont Neuf› bezahlen», so Vogt.

Sie will vom Stadtrat nun unter anderem wissen, ob «der Stimmbürger davon ausgehen muss, dass der Pont Neuf möglicherweise in profanem Grau-Beton gebaut wird, weil die Versuche nicht das gewünschte Resultat brachten». Denn die Optik und die möglichst gute Einpassung der neuen Brücke in die bestehende Umgebung sei ein ausschlaggebender Faktor für das relativ knappe positive Abstimmungsresultat im September 2014 gewesen. (NRO) 

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