Gränichen
Ein vertracktes Versteckspiel in zwei Zimmern und drei Akten

«Das Publikum wird viel lachen können», verspricht Therese Hediger, Präsidentin der Theatergruppe «Improvisorisch». Die Theaterleute proben gegenwärtig das Stück «E tüüre Heuschrecke-Kongräss».

Sibylle Haltiner
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Das vorwitzige Zimmermädchen Fränzi stört die Diskussion zwischen Jakob Engel (mit Krücken) und Georg Amsler (links). Iris Engel und Hans Häfeli halten sich im Hintergrund.

Das vorwitzige Zimmermädchen Fränzi stört die Diskussion zwischen Jakob Engel (mit Krücken) und Georg Amsler (links). Iris Engel und Hans Häfeli halten sich im Hintergrund.

sha

Der Zoologe Hans Häfeli steckt in der Zwickmühle. Im Badezimmer des Kongresshotels wartet Iris Engel und möchte von ihm den Rücken geschrubbt bekommen. Doch Häfeli plagt der Heuschnupfen, und die richtige Arznei liegt im Nebenzimmer, das er mit seiner Frau teilt. Dort trifft er auf seinen Assistenten, der vorgibt, im Badezimmer seinen Freund Köbi zu verstecken. Tatsächlich aber hat Susi Häfeli mit dem Mitarbeiter ihres Ehemannes angebandelt. Die Liebe scheint jedoch einseitig.

Noch sorgen Versprecher für Lacher

Die Theatergruppe Improvisorisch feilt an den Feinheiten im zweiten Akt ihres Stücks «E tüüre Heuschrecke-Kongräss». Heinz Marti als Hans Häfeli, seine Bühnenehefrau Eva Tschanz, Dirk Scharrenbach als Assistent Georg Amsler und Conny Bolliger sind bereits sehr textsicher. Nur selten muss die Souffleuse Claudia Neuhaus weiterhelfen, ab und zu sorgt ein Versprecher für Gelächter auf und hinter der Bühne. Doch gleich sind alle wieder konzentriert, das Versteckspiel in den zwei Hotelzimmern geht weiter.

Authentisch wie im Alltag

Susanna Nyfeler, die zusammen mit Barbara Marti die Regie führt, freut sich über den Fortschritt der Truppe. «In den letzten Proben hat man gemerkt, dass nun alle in der Geschichte angekommen sind.» Seit Ende Oktober üben die Theaterleute «E tüüre Heuschrecke-Kongräss» ein.

Nach Weihnachten musste der Text des ersten Aktes sitzen, ab Ende Februar das ganze Stück. Authentisch soll das Spiel sein, erklären die beiden Regisseurinnen. «Die Schauspieler sollen sich überlegen, wie sie sich im Alltag in einer bestimmten Situation verhalten würden, und dies dann so auf die Bühne bringen.»

In den letzten Probetagen geht es darum, die Auftritte perfekt zu organisieren. «Wann man ein Requisit mitnehmen und wo man es ablegen soll, das muss noch automatisiert werden», erklärt Barbara Marti. Eine nicht einfache Herausforderung, spielt das Theater doch in zwei Hotelzimmern, die auf der kleinen Bühne Platz haben müssen. Den Zuschauern helfen ein trennendes Tischchen und die Beleuchtung, die unsichtbare Wand zu erkennen.

«Auf das Vorgehen im andern Zimmer dürfen wir natürlich nicht reagieren», erklärt Therese Hediger, Präsidentin der Theatergruppe, welche die strenge Elsi Stutz spielt. Sie findet die Rolle der Chefin des Amtes für Emanzipation weiblicher Tiere spannend, auch wenn sie überhaupt nicht ihrem eigenen Naturell entspreche. «Sie ist hochnäsig und kokett, eine typische Emanze im negativen Sinn.»

Worauf dürfen sich die Theaterbesucher freuen? «Es gibt viel zu lachen», verspricht Therese Hediger. «Das Stück hat einen feinen Humor und viel Situationskomik», ergänzt Susanna Nyfeler. Ein Barpianist, der nicht nur die Hotelgäste auf der Bühne, sondern vor und nach der Vorstellung auch das Publikum unterhält, wird das Theatervergnügen noch steigern.

Aufführungen: 25./26. April, 20 Uhr; 27. April, 14 Uhr; Aula Primarschule Gränichen. www.improvisorisch.ch

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