«Wer hat da gespritzt?», ruft ein Bube. Im grossen Sandplatz, vom Brunnen bewässert, wird gebuddelt, gebaut und gestaut. Barfuss waten einige Buben im Morast herum. «Entschuldigung», sagt einer, der seine Schaufel nicht recht im Griff zu haben scheint. Es ist etwas los auf der neuen Spielanlage Scheibenschachen. Und es ist etwas gegangen seit dem Aktionstag im letzten November, als Kinder und Eltern zusammen unter anderem ein Waldsofa bauten.

Nun ist Frühling, und es riecht nach Bärlauch, bald aber auch nach Feuer, denn Philipp Müller, der Landschaftsarchitekt, der die Anlage zusammen mit einer Gruppe aus Vertretern von Stadt, Elternverein und Quartierverein konzipiert hat, amtet an der Einweihung als Feuermeister. Er ist zufrieden mit der Anlage, zumal sie alle Generationen einlädt: die Kinder zum Spielen an den Geräten und im Wäldchen, wo bewusst Altholz herumliegt, die Jugendlichen zum Chillen auf der «Bühne», einem erhöhten Holzbau, die Erwachsenen zum Verweilen auf den zahlreichen Sitz- und Schwatzgelegenheiten.

Am Einweihungstag haben alle die Chance, eine Pflanze – Blume oder Strauch – zu pflanzen. Auch Stadtrat Werner Schib gräbt ein Loch, um eine Malve zu setzen. Er sieht die Anlage als «Zeichen der Kinderfreundlichkeit der Stadt, wo man den Bewegungsdrang ausleben, motorische Fähigkeiten schulen und sich Sozialkompetenzen aneignen kann». Die Erwachsenen fordert er auf, am 6. Juni Ja zu sagen zur Sanierung des ortsbildgeschützten Schützenhauses beim Eingang zur Spielanlage. Daraus soll ein Bistro werden.

Nicht nur Wurst und Brot und Getränke, auch für Unterhaltung ist gesorgt. Clown Bippo und sein Hund Finette – er erstmals vor Publikum – begeistern Jung und Alt, zumal der Clown aus Rupperswil das Publikum einzubeziehen versteht. Für musikalische Unterhaltung sorgt Papa Dada, während Jungwacht-Blauring Schminken und Spiele anbieten.

Finanziell, so Angela Disch, die Projektleiterin bei der Stadt Aarau, visiere man eine «Punktlandung» an. Die Kosten inklusive Planung belaufen sich auf 310 000 Franken.