Aarau

Ein Toter und ein Schwerverletzter nach Messerattacke in Asylunterkunft

Auseinandersetzung in der unterirdischen Asylunterkunft beim Kantonsspital. Dabei verletzte der mutmassliche Täter zwei Landsmänner mit einem Messer schwer. Einer der beiden ist im Spital verstorben, der zweite ist nach der erfolgreichen Notoperation ausser Lebensgefahr.

Am Samstagmorgen um 06:45 Uhr erhielt die Polizei Meldung über eine Auseinandersetzung bei der unterirdischen Asylunterkunft beim Kantonspital Aarau, in der über 200 Menschen leben. Sofort rückte die Kantonspolizei mit mehreren Patrouillen aus und traf vor Ort zwei Schwerverletzte und einen mit Blut verschmierten Mann an. Dieser war mit einem Messer bewaffnet, liess sich aber widerstandslos festnehmen, wie die Kantonspolizei Aargau in einer Medienmitteilung schreibt. 

Einer der beiden Schwerverletzten ist mittlerweile im Spital verstorben, der zweite wurde einer Notoperation unterzogen und befindet sich mittlerweile ausser Lebensgefahr. Der Täter hat sich gemäss Kantonspolizei leicht an der Hand verletzt und wurde im Spital ambulant behandelt. Alle drei Beteiligten sind Iraner und waren der Asylunterkunft beim Kantonspital in Aarau zugewiesen.

Tatumstände unklar

Die genauen Umstände und die Hintergründe der Bluttat sind noch unklar. Es könne Tage dauern, bis das Opfer befragt werden könne, sagte Bernhard Graser am Samstagnachmittag gegenüber der sda. Auch der Tatverdächtige ist noch nicht befragt worden.

Toter nach Messerattacke in Asylunterkunft

Toter nach Messerattacke in Asylunterkunft



Das Dossier werde wie üblich die Staatsanwaltschaft übernehmen, die zu gegebenem Zeitpunkt - nach Auswertung der Spurensicherung am Tatort und dem Abgleichen mit Zeugenaussagen - über den genauen Tathergang informieren werde.

Bereits am Donnerstagnachmittag ereignete sich ein ähnlicher Vorfall in der Asylbewerberunterkunft in Dättwil. Ein junger Somalier stach im Streit auf einen Landsmann ein. Dieser wurde verletzt und musste ins Spital gebracht werden. Dort zeigte sich, dass die erlittenen Wunden im Bereich von Hals und Schulter nicht lebensbedrohlich waren. (fvo/sda)

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