Oberentfelden

Ein Passe-vite zum halben Preis und mehr

Lisbeth Gloor, dabei seit 1973

Lisbeth Gloor, dabei seit 1973

Ein Sonderverkauf in der Brockenstube aus Anlass des 40-Jahr-Jubiläums

Samstagmorgen kurz vor neun Uhr. Eine Gruppe wartet vor der noch geschlossenen Tür des alten Gemeindehauses. Heute gilt «alles zum halben Preis» in der Brockenstube Oberentfelden.

Punkt neun öffnet das Team die Türen. Die Kunden strömen hinein auf der Jagd nach potenziellen Schätzen.

Es ist der erste von drei Sonderverkäufen anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums der Brockenstube. Als in den 1970er-Jahren die Gemeindeverwaltung ins neue Gemeindehaus zog, stand das alte Gebäude an der Aarauerstrasse leer. Nach dem Aarauer Beispiel richteten vier Frauen im Parterre des Hauses 1973 das Brockenhaus Oberentfelden ein. Mittlerweile besteht das Team aus 14 Helfern, darunter zwei Männer. Eines der vier Gründungsmitglieder ist heute noch dabei. Lisbeth Gloor verkörpert die Brockenstube mit Leib und Seele. Sie ist nach wie vor regelmässig dabei. «Die Arbeit ist für mich schon anstrengender geworden», erzählt sie. «Es ist immer etwas los. Aber das ist gerade das Schöne daran.» Viele der Kunden kennt sie persönlich. «Wir sind zum Treffpunkt geworden für die Leute im Dorf», erzählt Lisbeth Gloor stolz. «Wir verbinden Jung und Alt, Ausländer und Schweizer».

Das Team arbeitet ehrenamtlich. Einmal im Jahr gibt es ein Nachtessen. Der Verkaufserlös wird wohltätigen Organisationen gespendet. Anfänglich wurde das Altersheim unterstützt, mittlerweile zum Beispiel die Stiftung für Behinderte, der Landenhof, Carton du coeur, das Sozialamt, das Cevi, die Stiftung Theodora, der Heimgarten oder die Dargebotene Hand.

Ein Passe-vite für die Schwiegertochter wird erstanden, ein «Poschtiwägeli» fürs Enkelkind, eine Krawatte für den Ehemann. Die Käufer verlassen die Brockenstube mit glücklichem Lächeln, denn sie haben gerade ihren ganz persönlichen Schatz erstanden.

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