Im Juni letzten Jahres beschloss die Gemeindeversammlung deshalb einen Planungskredit von 235000 Franken. Nun liegt ein Projekt vor. Es ist das Ergebnis eines Wettbewerbs, den das Aarauer Büro Felber Widmer Kim Architekten AG gewonnen hat.

Der Zeitplan, den sich der Gemeinderat gesteckt hat, ist ehrgeizig: Im November soll die Gemeindeversammlung über Projekt und Finanzierung entscheiden. Und bereits im Sommer 2014 sollen Kinder die neuen Schulräume in Besitz nehmen.

Interessante Erlebnisräume

Am Mittwoch ist das Projekt der Bevölkerung vorgestellt worden. Gegen hundert Einwohnerinnen und Einwohner stillten ihren Gwunder und waren offensichtlich mit Architekt Walter Tschudin einer Meinung: «Das Projekt der Aarauer Architekten geht feinfühlig mit den Aussenräumen um, den Kindern werden interessante Erlebnisräume geboten, das Gebäude ist einfach organisiert und deshalb auch wirtschaftlich.» Walter Tschudin gehörte der Wettbewerbsjury als Fachexperte an.

Das Architektenteam Felber Widmer Kim reiht die Neubauten parallel zum Hang westlich der Schulstrasse auf, analog zu den auf der anderen Strassenseite liegenden bestehenden Schul- und Sportanlagen. Dadurch entstehen grosszügige Freiräume, die unterschiedlich genutzt werden können.

Das neue Schulhaus wird dreigeschossig in den Hang gebaut. Der Kindergarten ist im Gartengeschoss, Haupteingang und Schulräume sind im oberen Erdgeschoss untergebracht und die allgemeinen Nutzungen im Obergeschoss.

Kontrovers sei unter anderem der gemeinsame Zugang für Primarschüler und Kindergartenkinder diskutiert worden, sagte Jurymitglied Walter Tschudin. Dieser könne aber Chance sein, die Sozialkompetenz der Kinder auch im Schulhaus zu leben und zu fördern.

Wertvolle Aussenbereiche

Die Aussenbereiche – sie sind für Kindergarten und Primarschule getrennt – werden als besonders wertvoll bezeichnet. Die Natur könne aktiv in den Unterricht einbezogen werden, erklärte Tschudin.

Der nördlich angelegte Hof- und Parkplatz schafft einen angemessenen Abstand zu den höher liegenden Einfamilienhäusern. Er kann unterschiedlich genutzt werden, auch als Fest- oder Parkplatz. Die neue Turnhalle ist in der Verlängerung des Parkplatzes geplant. Wann diese realisiert wird, hängt gemäss Vizeammann Peter Anderau nicht zuletzt von der Finanzierung ab.

Erdwärme oder Holzschnitzel

Die Schulanlagen werden heute noch mit Öl geheizt. Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Gemeinderat Reto Porta ist daran, umweltverträglichere Wärmesysteme zu sondieren.

Geprüft werden Heizungen mit Wärmepumpe und Erdsonden sowie Holzschnitzeln. Auch die Möglichkeiten eines Nah- oder Fernwärmeverbundes werden abgeklärt. Die Dachflächen bieten sich zudem für Sonnenenergie an. Der Minergie-Eco-Standard ist machbar.

Der Gemeinderat ist überzeugt, dass mit dem nun vorliegenden Projekt der Kostenrahmen von drei bis vier Millionen Franken gut eingehalten werden kann.