Oberentfelden

Ein neues Quartier mit 282 Wohnungen entsteht

Römerpark Oberentfelden

Römerpark Oberentfelden

Zwischen der Köllikerstrasse und dem Birkenweg entsteht in Oberentfelden der «Römerpark» mit 19 Mehrfamilienhäusern. Geplant ist dies auf einer Fläche von 44100 Quadratmetern. Es entstehen 282 Mietwohnungen.

«Ein Baubewilligungsverfahren ist etwas Gewöhnliches, aber wir reden hier über etwas Aussergewöhnliches», sagte Gemeindeammann Ruedi Berger am Dienstagabend im Saal des Gemeindehauses.

Aussergewöhnlich ist das Bauprojekt tatsächlich, das nach den Plänen der Lämmli Architektur AG, Aarau, entstehen soll.

Geplant ist auf einer Fläche von 44 100 Quadratmetern die Überbauung «Römerpark» mit 282 Mietwohnungen in 19 Häusern. Ein neues Quartier wird zwischen der Köllikerstrasse und dem Birkenweg gebaut. «Es ist ein Meilenstein in der Geschichte der Gemeinde Oberentfelden. Es ist das letzte grosse Feld in der Bauzone, das überbaut wird», erklärte Berger.

Als Bauherr tritt die Turi Bautreuhand GmbH mit Sitz in Basel, auf. Claudio Turi wollte nicht verraten, wer der Investor ist: «Es sind bekannte Versicherungsgesellschaften und Banken - es sind Schweizer Investoren», soviel verriet er. Diese wollen aber nicht genannt werden, solange das Baubewilligungsverfahren läuft.

Informationen aus erster Hand

Aussergewöhnlich war auch der Aufmarsch an Interessierten. Mehr als 50 Personen liessen sich von Architekt Dieter Lämmli aus erster Hand über das Bauprojekt informieren. «Es soll ein lebenswertes Quartier entstehen», betonte Lämmli. Man habe versucht, haushälterisch mit der Baufläche umzugehen. «Wir haben die uns zur Verfügung stehenden Baufelder nicht voll ausgenutzt», so der Architekt.

30 Wohnungen mit 2½ Zimmern (10%), 83 Wohnungen mit 3½ Zimmern (30%) und 169 Wohnungen mit 4½ Zimmern (60%) sind geplant. Davon sind 45 Attikawohnungen. «Es sind alles Wohnungen mit einem gehobenen Standard, aber nicht im Luxussegment», informierte Dieter Lämmli. In einem Haus an der Köllikerstrasse werden 1100 Quadratmeter Gewerbefläche angeboten. «Dieses Gebäude dient als Lärmschutzriegel zwischen der Kantonsstrasse und der Wohnüberbauung», so Lämmli.

Beheizt werden die Häuser durch die vorhandene Holzschnitzelheizung im Walther-Bürsten-Areal. «Dann läuft diese Heizung unter Volllast und das ist wirtschaftlich», freute sich Ruedi Berger. Das Brauchwarmwasser wird mittels Kollektoren auf den Dächern erzeugt. So kann im Sommerbetrieb auf die Fernwärmeversorgung verzichtet werden.

Viel Platz wurde den Frei- und Spielräumen eingeräumt. Rund 33 000 Quadratmeter Spiel- und Erholungsfläche stehen zur Verfügung. Baumgruppen, Blütensträucher, Ruhebänke und Grünbereiche ergänzen den parkähnlichen Aussenbereich. Die geschwungenen Fuss- und Radwege betonen die lockere Stellung der Mehrfamilienhäuser. Die Wege werden asphaltiert und sind auch für ältere oder gehbehinderte Menschen oder Eltern mit Kinderwagen angenehm zu begehen.

451 Parkplätze entstehen

Die oberirdische Parkierung steht hauptsächlich den Besuchern zur Verfügung. Alle 381 Parkplätze der Mieter sind in Einstellhallen untergebracht. Total stehen 451 Parkplätze zur Verfügung.

Zu reden gab bei der Diskussion vor allem das Thema Verkehr. Gegen das eigentliche Bauprojekt ist kaum Widerstand zu erwarten. «Angedacht ist, im ganzen Quartier Tempo 30 einzuführen», sagt Ruedi Berger.

Die Erschliessung der Überbauung erfolgt ab der Köllikerstrasse über die Walther-Bürsten-Strasse. Diese Strasse wird in einer ersten Bauphase verlängert und mit dem Birkenweg, der auf 5,5 Meter ausgebaut wird, verbunden. Die Überbauung durchquert eine neue Quartiererschliessungsstrasse - eine Wohnstrasse. Nach der Fertigstellung der Erschliessungsstrassen, Walther-Bürsten-Strasse, Erweiterung Birkenweg und Wohnstrasse, ist die Übernahme durch die Gemeinde vorgesehen.

Keine Sorgen macht sich Gemeindeammann Berger bezüglich der Infrastruktur. «Wir haben Kontakt aufgenommen mit der Schule. Diese hat signalisiert, dass es in den Kindergärten genug Platz hat. In der Schule laufen zurzeit ohnehin Abklärungen betreffend Schulräume.

Noch diese Woche will die Lämmli Architektur AG das Baugesuch einreichen. «Dann wird es im Landanzeiger ausgeschrieben. Im Gemeindehaus wird man es einsehen können», erklärte Ruedi Berger. Er fordert auf, davon Gebrauch zu machen und sich detailliert über das Bauvorhaben zu informieren. Dieter Lämmli hofft, dass das Projekt 2012 starten kann: «Die Dauer des Projektes wird zwei bis vier Jahre sein. Wir möchten das möglichst speditiv abwickeln.»

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