Suhr
Ein neuer Forstwerkhof – aber keine Zusammenarbeit mit Aarau-Rohr

Die Ortsbürger von Suhr haben den Weg zu einem gemeinsamen Forstbetrieb mit Buchs, aber ohne Aarau-Rohr geebnet. Sie bewilligten den Baukredit für einen neuen Werkhof im Suret.

Merken
Drucken
Teilen
Buchs und Suhr beförstern ihre Wälder künftig ohne Aarau.

Buchs und Suhr beförstern ihre Wälder künftig ohne Aarau.

OTTO LUESCHER AARAU

Der Werkhof Spittel in Suhr soll aufgehoben werden. Er liegt in der Bauzone von Suhr. Dafür wird der an der T5 im Wald liegende, ältere Werkhof im Suret in Buchs um- und ausgebaut werden.

Betrieben wird der Werkhof künftig vom Forstbetrieb Suhr-Buchs, der noch gegründet werden muss, da Aarau-Rohr auf Ende 2016 aus dem Forstbetrieb Suhr-Buchs-Aarau (Rohr) austreten wird.

Die Vorgeschichte: Mit der Fusion von Aarau und Rohr sind auch die Ortsbürgergemeinden, denen die Wälder gehören, zusammengeführt worden. Die Ortsbürgergemeinde Aarau übernahm den Bewirtschaftungsvertrag, den die Ortsbürgergemeinden Buchs, Suhr und Rohr geschlossen hatten.

Der Forstbetrieb Suhr Buchs-Aarau (Rohr) bewirtschaftete weiterhin die 100 Hektaren Rohrer Wald sowie den Forst von Suhr und Buchs. Der Forstbetrieb Region Aarau besorgt den Aarauer Wald (520 ha) sowie die Waldungen von Biberstein (147 ha) und Unterentfelden (75 ha).

Keine Zusammenarbeit mit Aarau

Der Stadtrat von Aarau sah keinen Sinn darin, dass sich die Ortsbürgergemeinde Aarau an einem weiteren Forstwerkhof beteiligt. Der Forstbetrieb der Region Aarau verfüge über ausreichend grosse Infrastruktur, um auch den Rohrer Wald zu betreuen, liess sich der Stadtrat im August vernehmen.

Zudem hatte die Forstbetriebskommission Suhr-Buchs-Aarau (Rohr) weitergehende Abklärungen über eine vertiefte Zusammenarbeit mit dem Forstbetrieb Region Aarau verweigert.

Deshalb kündigte die Ortsbürgergemeinde Aarau, wie bereits erwähnt, den Vertrag. Der Forstbetrieb Region Aarau wird künftig auch den ehemaligen Rohrer Wald bewirtschaften.

Federführend für das Bauprojekt des neuen Werkhofs im Suret die Ortsbürgergemeinde Suhr. Sie hatte deshalb den Bruttokredit von 1,4 Mio. Franken zu beschliessen. Darin enthalten ist der Auskauf von Buchs mit 147 400 und von Aarau mit 63 200 Franken.

Sofern auch die Ortsbürgergemeinde Buchs zustimmt (die Versammlung findet am 2. Dezember statt), wird der bestehende Werkhof im Suret in Buchs somit erweitert. In einem nächsten Schritt wird ein Baurechtsvertrag für den neuen Werkhof abgeschlossen.

Betriebswirtschaftlich sinnvoll

Am neuen Werkhof beteiligt sich Suhr mit 960 000 Franken, kann aber später den Werkhof im Spittel verkaufen. Damit konzentriert der künftige Forstbetrieb Suhr-Buchs seine Operationsbasis an einem Standort und vereinfacht die Betriebsabläufe. Zwei Standorte wären betriebswirtschaftlich nicht vertretbar.

An der Versammlung haben von den 324 Ortsbürgerinnen und Ortsbürgern 87 teilgenommen, das entspricht fast 27 Prozent. Das Budget 2014 gab zu keinen materiellen Diskussionen Anlass und wurde ebenfalls genehmigt. (Kel)