Noch am Mittwoch erschien Spielertrainer Björn Navarin lächelnd zur Matchanalyse. Sein Team hatte zwar verloren, doch die Leistung gegen Ligakrösus Schaffhausen beeindruckte sogar Nationaltrainer Goran Perkovac. Gestern war es Navarin nicht mehr zum Lachen zumute. Minutenlang sass er nach dem Schlusspfiff am Spielfeldrand, schaute ungläubig in die Halle. Es war Navarin selbst, der die Niederlage in einer hektischen Schlussphase hätte verhindern können: Beim Stand von 28:28 und doppelter Überzahl scheiterte der Deutsche vom Penaltypunkt. Zwei völlig unnötige Strafen nahmen dem HSC die Überzahl wieder. Es war das Ende für die Aargauer. Dabei startete Suhr Aarau mit viel Zug in die Partie; allen voran Severin Ramseier. Der wirblige Flügelspieler erzielte neun Tore und war auch sonst ein Aktivposten. Sechs Treffer in Folge zum Ende der ersten Halbzeit und einige grossartige Paraden von André Willimann bescherten dem HSC eine knappe Pausenführung. Es folgte eine zweite Halbzeit, kein Krimiautor hätte sie besser schreiben können: ständige Führungswechsel, ein begeistertes Publikum und zwei rote Karten.