Aarau
Ein Hofladen mitten in der Stadt bietet Produkte aus der Region

Ein Ehepaar in Aarau erfüllt sich mit einem neuen Lädeli an der Vorderen Vorstadt einen lang gehegten Traum.

Nadja Rohner
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Monika und Konrad Winistörfer eröffnen in Aarau ein Lädeli. Chris Iseli

Monika und Konrad Winistörfer eröffnen in Aarau ein Lädeli. Chris Iseli

Chris Iseli

In den letzten Tagen waren die Schaufenster des Ladenlokals an der Vorderen Vorstadt Nr. 7 (ehemals Lacoste) mit braunem Packpapier verklebt. Passanten, die neugierig davor stehen blieben und einen Blick durch die offen stehende Ladentür warfen, sahen Handwerker werkeln, sahen Dutzende geflochtene Körbe, nebeneinander in die Ecke gepackt. Sie waren leer – im Gegensatz zur Kühltruhe, in der bereits Käselaibe lagen und verführerisch dufteten.

Mittendrin stand das Ehepaar Winistörfer und schaut, dass der Umbau ihres neuen Lädelis vorwärtsgeht. «Zum Gmüesrad» soll es heissen, Eröffnung wird morgen Donnerstag gefeiert. «Wir führen Produkte von verschiedenen Hofläden aus der Region, aber auch aus den Kantonen Thurgau und Zug», sagt Monika Winistörfer. Ziel sei es, qualitativ gute Produkte anzubieten, in der Schweiz hergestellt, quasi frisch ab Hof.

Es gibt Gemüse, Früchte und Beeren aus der Region, aber auch Besonderheiten wie Biokäse aus einer Bündner Käserei, Hofglace, Whiskywürste, Büffelfleisch, Bioforellen, Gebäck aus dem «Töpferhaus». Gegen den Durst findet man beispielsweise alkoholfreien Schaumwein oder Weine und Schnäpse aus dem Fricktal und Schenkenbergertal. Vieles ist saisonal, deshalb auch wechselnd.

Der Laden ist ein lang gehegter Traum ihres Mannes Koni. Er bringt die Erfahrung aus seiner Tätigkeit als Teamleiter Metzgerei bei verschiedenen Grossverteilern und als Filialleiter einer Dorfmetzgerei mit. Nun wagt er den Schritt in die Selbstständigkeit. Und das in unmittelbarer Nähe zu den Grossverteilern. Ein mutiger Schritt. Aber Winistörfers sind überzeugt, dass in Aarau ein Laden wie ihrer noch fehlt. «Wir können uns gut abheben, die Kundschaft hat ein Bedürfnis nach Produkten aus der Region», sagt Monika Winistörfer. «Das sieht man auch daran, dass der Markt am Samstag so gut besucht ist. Und man hört immer wieder, dass es schade sei, gebe es den Gmüesler am Graben nicht mehr.»

Ausserdem, so Konrad Winistörfer, seien gute Hofläden zwar sehr beliebt, aber oft abgelegen. Die Zeit, um diese Höfe abzuklappern, hätten viele Kunden gar nicht. «Deshalb gibt es nun diese Hof-Produkte auch bei uns in der Stadt – und wir halten weiter Ausschau nach Neuem.»