Erlinsbach
Ein Fünfliber als Sonderdividende obendrauf

Die Clientis-Bank hat Räume im Zentrum «Rössli» gekauft und will hier eine Apotheke und ein Café einrichten. Das wurde an der Generalversammlung bekannt.

Hermann Rauber
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Die Aktionärinnen und Aktionäre der Clientis Bank Küttigen-Erlinsbach stimmten einer Sonderdividende zu. Hermann Rauber

Die Aktionärinnen und Aktionäre der Clientis Bank Küttigen-Erlinsbach stimmten einer Sonderdividende zu. Hermann Rauber

Rundum zufrieden zeigten sich die Aktionärinnen und Aktionäre der Clientis Bank Küttigen-Erlinsbach (CKE) mit dem Jahresabschluss 2016. Sie erhalten nämlich neben der ordentlichen Dividende von 23 Prozent zusätzlich eine einmalige Sonderausschüttung von fünf Franken pro Aktie. Der entsprechende Antrag des Verwaltungsrates passierte erwartungsgemäss ohne Diskussion und einstimmig. 54 Stimmberechtigte hatten sich im Schulzentrum Bläuen im aargauischen Erlinsbach versammelt, «ein Rekordaufmarsch», wie Präsident Daniel Heller vermerken konnte. Von «gesunden Wachstumszahlen» berichten durfte Hansjörg Gloor, der Vorsitzende der Geschäftsleitung. So stieg die Bilanzsumme um rund 20 auf 580 Millionen Franken. Zugelegt hat auch das Kerngeschäft der Regionalbank, der Kreditbereich. Die Finanzierungen wurden hauptsächlich im Sektor Eigenheim getätigt, der Mehraufwand konnte laut Gloor «zu einem grossen Teil über den Kundengeldzufluss refinanziert werden».

Allerdings brauchte es für den auf 1,117 Millionen Franken gesteigerten Jahresgewinn einen «Sondereffekt», nämlich die Auflösung von nicht mehr erforderlichen Wertberichtigungen. Weil es sich dabei aber um einen «einmaligen Vorgang» handelt, wollte der Verwaltungsrat laut Daniel Heller nicht die seit Jahren gleichbleibende Dividende von 23 Prozent erhöhen, sondern zusätzlich einen Fünfliber pro Aktie ausschütten. Beruhigend zu wissen, dass die Bank im letzten Jahr zudem ein weiteres Mal das Eigenkapital auf nun knapp 43 Millionen Franken aufstocken konnte, ein Wert, der weit über den gesetzlichen Vorgaben liegt. Im Sinne einer «Ertragsdiversifikation» pflegt die CKE auch «Renditeliegenschaften». So konnte Hansjörg Gloor bekannt geben, dass die Bank die alten Migros-Lokalitäten im Zentrum Rössli in Erlinsbach AG gekauft hat und hier eine Apotheke und ein Café einrichten will.

Nach einer knappen Stunde war der Weg frei für das von der Brigade des Küttiger «Trauben»-Wirts Beat Michel servierte «Bankmöhli», das von den vereinigten Harmonikaspielern Küttigen-Erlinsbach musikalisch umrahmt wurde.