Gränichen
Ein Fest «con molto italianità» in Gränichen

Ein Beispiel gelungener Integration: Ein Buch erzählt die Geschichte der Italiener von Gränichen – und wird von diesen gefeiert.

Hubert Keller
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Kuratorin und Fotografin Brigitt Lattmann, die treibende Kraft.

Kuratorin und Fotografin Brigitt Lattmann, die treibende Kraft.

Hubert Keller

Destinazione Gränichen – noch einmal Grossandrang, nicht nur wegen der noch bis Ende Monat laufenden Ausstellung im Ortsmuseum «Chornhuus», sondern auch wegen der Vernissage zum gleichnamigen Buch. 200 Leute, Italiener und Schweizer, feierten beim Schulhaus ein Fest «con cuore e affetto». Mit eben jenen Empfindungen, mit denen auch die Ausstellung und das Buch entstanden sind, wie Giuseppe Mazzei sagte. Er hat zusammen mit vielen andern Italienern zum Erfolg des Buchs beigetragen.

Treibende Kraft hinter Buch und Ausstellung war die Fotografin Brigitt Lattmann, die, selber keine Italienerin, die beiden Projekte mit italienischem Temperament zum Erfolg getrieben hat, zusammen mit ihrem Mann Silvio Ronchetti.

Die Geschichte der Italiener in der Schweiz habe zwei Seiten, sagte Monica Oliari, welche die Texte ins Italienische übersetzt hat: Einerseits die Schattenseite der «verbotenen Kinder», die illegal in Gränichen lebten, oder der Baracken, die als schäbige Behausungen dienten. Anderseits die lichten Seiten, die Ausdruck fanden in guter Zusammenarbeit und in vielen Freundschaften zwischen Schweizern und Italienern.

Spaghetti bolognesse, vino rosso e musica del sud Italia mit der Berner Formation «Ratatila» sowie Salome Heider am Akkordeon und ihrem Vater an der Klarinette trugen bei zu einem Fest «con molto italianità». (Kel)

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