Ferienjob

Ein Ferienjob, der sich gewaschen hat

Anne-Sophie, Cyril, Jemima und Céline (v.l.) bringen die az-Autos auf Vordermann. Tim Honegger

Anne-Sophie, Cyril, Jemima und Céline (v.l.) bringen die az-Autos auf Vordermann. Tim Honegger

Nach einem anstrengenden Waschtag im Rahmen des az-Ferienjobs können sich die Reporterautos der Aargauer Zeitung wieder sehen lassen. Vier Putzteufel krazten, polierten und schrubbten von früh bis spät.

«Zeig mir dein Auto und ich sage dir, wer du bist.» Hätte das jemand kürzlich mit den az-Reporterautos gemacht, hätten wir schlecht abgeschnitten: Die Felgen überzogen mit Russ, Blättchen in allen Ritzen und Krümel am Boden. Ja, es war höchste Zeit, dass die Einsatzfahrzeuge auf Hochglanz poliert wurden.

Die baldige Ernüchterung

Also schrieb die az Sommer einen Ferienjob aus, und siehe da: Ganze 39 Jugendliche aus dem ganzen Kanton bewarben sich um eine der vier Stellen. Die Wahl war schnell getroffen und am Mittwochmorgen trafen die vier Putzteufel Anne-Sophie Lin, Cyril Godart, Jemima Zumbrunnen und Céline Portmann beim az Mediencenter ein.

Die heitere Stimmung nimmt aber ein jähes Ende, als sie das erste Fahrzeug erblicken: «Wo sind denn die durchgefahren?», fragt Cyril entsetzt. Fast eine Stunde lang schrubben, kratzen und polieren die vier, ehe das Reporterauto wieder in vollem Glanz erstrahlt (siehe Bild).

Um in die verstecktesten Winkel des Kantons zu gelangen, müssen die Reporter eben unkonventionelle Routen auf sich nehmen – das wäre eine Erklärung für all den Schmutz.

Die Geschlechter-Fetzen fliegen

In der Stützliwösch Aarau sind sie so früh am Morgen alleine auf weiter Flur – niemand wäscht um diese Uhrzeit sein Auto, schon gar nicht bei solchem Hundewetter. Unbeirrt gehen die vier ihrem Ferienjob nach, und schon bald zeigt sich:

Sie arbeiten wie ein eingespieltes Team. Cyril wahrt die Stellung der Männer und übernimmt nicht ohne Stolz das Putzen der Felgen, die drei Damen sorgen sich um die Scheiben und das Innenleben. Ganz ohne Spannungen geht die Arbeit aber nicht über die Bühne:

Neckische Klischees über putzende Frauen und auto-vernarrte Männer machen die Runde. Beim gemeinsamen Mittagessen und der anschliessenden Führung durch den az-Newsroom glätten sich die Wogen wieder – Sticheleien gehören eben dazu, wenn vier Jugendliche sich treffen.

Nach sechs Stunden ist Schluss

Nach rund sechs Stunden parkiert das neunte und somit letzte gereinigte Auto vor dem Mediencenter – der Job ist getan! «Das ging nun aber schnell vorbei», wundert sich Céline.

Trotzdem ist das Quartett wohl glücklich, dass die Aargauer Zeitung nicht noch mehr Autos hat. Schliesslich hat man als Jugendlicher in den Ferien doch Besseres zu tun, als Autos zu waschen.

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