Küttigen

Ein fast nahtloser Übergang im Küttiger «Kreuz» – das ist das neue Wirtepaar

Casper Lareida und Drita Halimi vor dem «Kreuz».

Casper Lareida und Drita Halimi vor dem «Kreuz».

Daniel und Andreas Wehrli haben für ihren neu gekauften Gasthof ein Wirtepaar gefunden: Casper Lareida und Drita Halimi.

In Küttigen ist das Wirte-Ehepaar Lepa und Enes Handanovic nach 15 Jahren auf der Zielgeraden: Nach der Coronakrise öffneten sie das Restaurant Kreuz nochmals für vier Wochen, um gebührend ihren Abschied zu zelebrieren. Sie hören Ende Juni auf. Nur eine Woche später, am 8.Juli, geht es jedoch weiter: Casper Lareida und Drita Halimi (beide 31) übernehmen das «Kreuz» als Pächter. «Wir wollten möglichst schnell wieder eröffnen», sagt Casper Lareida. «Deshalb wird auch bei der Einrichtung fast nichts verändert. Wir möchten ausserdem weiterhin gutbürgerliche Küche mit einer kleinen, aber wechselnden Karte anbieten.»

Casper Lareida ist unter anderem wegen seines Vaters – Gastronom Daniel Lareida – und Grossvaters – Regierungsrat Kurt Lareida – bekannt. Der Koch und Absolvent der Hotelfachschule Thun hatte unter anderem drei Jahre das Restaurant auf dem Golfplatz Heidental in Stüsslingen SO. Dort lernte er seine Partnerin Drita Halimi kennen. Sie war Chef de Service. Diese Arbeitsteilung will das Paar auch im «Kreuz» weiterführen. «Wir arbeiten sehr gut zusammen», sagt Lareida.

Der Gasthof – er hat seit über 400 Jahren das Tavernenrecht – gehört seit ein paar Monaten den Küttiger Brüdern Andreas und Daniel Wehrli (Wehrli Holzbau AG). Sie kauften die Liegenschaft, die ganz in der Nähe ihres Betriebs liegt, von der Merz Immobilien AG. «Wir haben uns sehr gefreut, das Restaurant und die drei Wohnungen zu einem beiderseits guten Preis erwerben zu können», sagt Daniel Wehrli. «Es lag uns sehr am Herzen, dass das Kreuz bei einem Pächterwechsel in Küttiger Händen bleibt und nicht an einen auswärtigen Investor geht, der eventuell Büro oder zusätzliche Wohnungen einbaut. Gerne möchten wir auf der hinteren Hausseite – sofern es der Gemeinderat bewilligt – im ersten Stock weitere Räume errichten, die von der Küttiger Bevölkerung genutzt werden können.» Anfragen seien schon eingegangen.

Zuerst wollten sie den Erlinsbacher «Löwen»

Die neuen Gebäudebesitzer und das neue Wirtepaar fand sich durch Zufall und innert kürzester Zeit. Beworben hatte sich das Paar eigentlich für die Nachfolge von Eva Merz im «Löwen» in Erlinsbach SO. Dieser ist schon lange zur Vermietung ausgeschrieben. Merz’ Vertrag läuft bis 2024, sie hatte aber aus gesundheitlichen Gründen wieder mit dem Wirten aufgehört und sucht seit einem Jahr einen Nachmieter für das Traditionsrestaurant am Dorfkreisel.

Doch dann mussten sowohl Merz als auch Lareida aus der AZ erfahren, dass die Liegenschaftsbesitzerin, eine Zuger Immobilienfirma, ein Baugesuch für die Umnutzung des Restaurants zu Wohnungen eingereicht hatte. Lareida musste also befürchten, dass der Mietvertrag nach dessen Ablauf 2024 nicht erneuert würde.

«Das war uns zu unsicher, zumal die Kommunikation mit der Liegenschaftsverwaltung schwierig war», sagt Lareida. «In ein Restaurant steckt man viel Herzblut, vor allem in den ersten Jahren. Wir wollten nicht riskieren, dass wir in vier Jahren wieder aufhören müssen.» Also sagte das Paar ab – und kam zufällig in Kontakt mit den Gebrüdern Wehrli, die für das «Kreuz» einen neuen Wirt suchten.

«In weniger als zwei Wochen wurden wir uns einig, es hat einfach gepasst», sagt Lareida. «Und wir wissen, dass es den Gebrüdern Wehrli ein Anliegen ist, das Restaurant im Dorf zu behalten.» Und Daniel Wehrli sagt: «Wir freuen uns sehr, so kurzfristig ein tolles Wirte-Paar gefunden zu haben und wünschen ihnen für die Zukunft viel Erfolg, prosperierende Kontakte mit der Bevölkerung und hoffentlich vielen Gästen aus Küttigen und den umliegenden Gemeinden.»

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