Aarau
Ein erster Einblick in eine neue, neuapostolische Kirche

Die Neuapostolische Kirche weiht am Sonntag das markante Gebäude an der Mühlemattstrasse ein. Die alte Kirche wird abgerissen.

Urs Helbling
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Exklusive Bilder: So sieht der Bau der Neuapostolischen Kirche von innen aus. Besonders auffällig: Die weisse Orgel und die schmalen Fensterschlitze mit farbigem Glas.

Exklusive Bilder: So sieht der Bau der Neuapostolischen Kirche von innen aus. Besonders auffällig: Die weisse Orgel und die schmalen Fensterschlitze mit farbigem Glas.

Von aussen sieht die Kirche mit dem markanten Kupferdach und den scheinbar fensterlosen Fassaden aus wie ein geschlossener Hallenbau. Ein erster Blick ins Innere zeigt ein interessantes Lichtspiel. Die über 200 Gemeindemitglieder der Neuapostolischen Kirche (NAK) in Aarau übernehmen am Sonntag ihr neues Gebetshaus. Es ist Teil eines Gebäudekomplexes, der auch mehrere Wohnungen und Gewerberäume enthält. Die Gesamtkosten der Überbauung an der stark befahrenen Mühlemattstrasse belaufen sich auf 20 Millionen Franken. Wie viel davon für die Kirche ausgegeben wurde, verrät NAK-Sprecher Andreas Grossglauser nicht. Nur so viel: Finanziert wurde die Kirche mit freiwilligen Opfern.

Wieder Schneider & Schneider

Die Neuapostolische Kirche erlebt im Moment eine Phase mit vergleichsweise vielen Bauvorhaben. Im Aargau wurde zuletzt in Zofingen eine Kirche errichtet (Einweihung August 2015). Projektiert hatten sie die Aarauer Architekten Schneider & Schneider. Das gleiche Büro baute jetzt auch die Aarauer Kirche. Beide Kirchenprojekte sind Teile von Gesamtüberbauungen und sind aus gewonnenen Architekturwettbewerben hervorgegangen.

Die Aarauer Kirche wird am Sonntag unter der Leitung des Kirchenpräsidenten der NAK Schweiz, Bezirksapostel Markus Fehlbaum, eingeweiht. Bereits am Samstag findet die Orgelweihe statt. Die Öffentlichkeit wird im Rahmen der Aarauer Kirchentage am Samstag, 17. September, einen Blick hinter die neuen Kirchenmauern werfen können.

Bisherige Kirche wird abgerissen

Die NAK-Mitglieder trafen sich bisher in ihrer Kirche am Guyerweg (beim Hallenbad Telli). Dieses Gebäude, das nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht, wird nun abgebrochen. Die NAK plant stattdessen ein Mehrfamilienhaus mit etwa zehn Wohnungen. «Das Erdgeschoss wird die Stiftung NAK-Humanitas übernehmen und darin einer Tagesstätte für Menschen mit Behinderungen und Senioren Raum bieten. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Roten Kreuz Aargau realisiert», erklärt Andreas Grossglauser. Die Tagesstätte soll primär Erwachsene mit irgend einer Form von Behinderung betreuen.

Die neue Kirche hat 220 Sitzplätze. Sie ist innerhalb der NAK Schweiz ein mittelgrosses Gotteshaus. Die grösste NAK-Kirche steht in Ostermundigen BE und bietet rund 700 Personen Platz.