Suhr
Ein Eldorado für Sammler und Leute, die noch spielen

Autos und Lokomotiven im Kleinformat: An der 26. Modellbahn-und Spielzeug-Börse wurden viele Raritäten angeboten. Hier kamen Sammler und Liebhaber voll auf ihre Kosten.

Sibylle Haltiner
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Modellbahn und Spielzeug-Börse in Suhr
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 Autos, Eisenbahnen, Baumaschinen: Die Börse bot einen beinahe unerschöpflichen Fundus an Raritäten und modernen Modellen.
 Die wiederum zahlreichen Besucher drängen sich zwischen den Tischen der rund 90 Aussteller.
 Für Jung und Alt: Baumaschinen massstabgetreu nachgebildet.
 Der Pick-up ist Astrid Gloor sofort aufgefallen. Gesucht hat sie eigentlich kleine Traktoren zum Verschenken, aber keine gefunden.
 Walter Halter besucht regelmässig Modellbahnbörsen. Seine Neuerwerbung passt zum Weihnachtswagen, den er bereits hat.
 Das Ghostbuster-Auto besitzt Stefan Brechbühl eigentlich bereits, doch es ist kaputt. Deshalb ergriff er das gute Angebot.
 Das Modell im Massstab 1:43 von Schumachers Ferrari hat Bernard Schauner selbst repariert. «Das Auto läuft wie verrückt.»
 Eva Schoch handelt mit Occasionen: «Die Modelle der Spur 0 sind am wertvollsten», meint sie. «Doch ich liebe auch altes Spielzeug und Blechsachen.»

Modellbahn und Spielzeug-Börse in Suhr

Sibylle Haltiner

Rennautos, detailgetreu in verschiedenen Massstäben nachgebaut, Lastwagen und Bagger, Blechspielzeug, Faller-Häuser und natürlich Modelleisenbahnen in jeder Spurbreite auf weit über 200 Ausstellungstischen: Ein Paradies für Sammler und kleine oder grosse Spieler bot sich am Samstag im Zentrum Bärenmatte in Suhr. Lisette und Willy Feuerstein hatten zusammen mit Fritz Bieri zur 26. Modellbahn- und Spielzeug-Börse eingeladen.

Occasion oder neu?

Gegen 90 Aussteller boten ihre Waren an. Volle Tische und dicke Kataloge zeugten von der schier unerschöpflichen Fülle der Modelleisenbahnen. Occasionen oder fabrikneue Teile waren feil, alle mit viel Detailtreue gearbeitet. Auch Schienen und Zubehör wie Signale oder Barrieren waren vorhanden und natürlich durften Büsche, Tännlein, Häuser und Figürchen, die es für die lebendige Gestaltung der Umgebung braucht, nicht fehlen.

Auch die Modellautos fanden viele Bewunderer. Einige der kleinen Boliden sind nur zum Anschauen gedacht, andere können ferngesteuert gefahren werden, wie der Ferrari von Bernard Schauner, der von Sitten angereist war. Auf das Modell von Schumachers Ferrari, das er selbst revidiert hat, ist er besonders stolz. «Der läuft wie verrückt», beschrieb er das Stück, für welches er 300 Franken haben möchte. Vielleicht gibt er es auch billiger, denn an der Börse wird gerne gefeilscht.

Das Ehepaar Feuerstein und Fritz Bieri können auf eine lange Tradition ihrer Modellbahn- und Spielzeugbörse zurückschauen. «Die Besucherzahl ist etwa gleich geblieben, allerdings ging in den letzten Jahren die Kaufkraft zurück», erklären sie. Auffällig sei auch, dass es immer weniger junge Besucher habe.

Manchmal muss es passen

Viele Besucher waren mit keiner besonderen Kaufabsicht gekommen, sondern liessen sich vom Angebot inspirieren. Doch auch wer etwas Spezielles suchte, konnte mit etwas Glück fündig werden. Zum Beispiel Rolf Vogt, der für einen Kollegen zwei Märklin-Signale erstand, die nicht mehr hergestellt werden.

Oft brauchen Aussteller viel Geduld, bis ein besonderes Stück seinen Käufer gefunden hat: Die Feuersteins nehmen schon seit 15 Jahre einen 78er Pontiac mit an die Börse. Leider passte er noch keinem Besucher in die Sammlung. Anders eine komplette Modelleisenbahn-Anlage mit Wagen und Lokomotiven, die sie für einen Bekannten anboten. Bereits am Mittag war das Schmuckstück weg.