Tötungsdelikt Gränichen
Ein Dutzend Polizisten sucht mit einem Hund das Gelände ab

Ein 31-jähriger Schweizer ist am Sonntagabend in Gränichen in einem Firmengebäude erschossen worden. Am Montag kurz vor 14 Uhr tauchte plötzlich ein Suchtrupp der Polizei auf und begann mit einem Hund das Terrain abzusuchen. Was suchen sie?

Merken
Drucken
Teilen
4 Bilder
Suchtrupps sind in Gränichen vor Ort

Es ist kurz vor 14 Uhr, als rund ein Dutzend Polizisten mit Kastenwagen beim Tatort auffahren. Kurz darauf beginnt die Truppe das Gelände abzusuchen. Mit dabei auch ein Polizeihund. Die Truppe sucht nicht nur auf dem Gelände, sondern auch auf den umliegenden Wiesen. Und selbst ein Maisfeld wird durchforstet.

Was sucht die Polizei? Eine Tatwaffe? Drogen? Sie sagt es nicht.

Was am Sonntagabend in Gränichen an der Industriestrasse genau geschehen ist, ist immer noch unklar. Fest steht bisher, dass um 20.45 Uhr Schüsse fielen.

Die Polizei fand in einer Werkstatt im Erdgeschoss des Gebäudes einen schwer verletzten Mann. Er starb noch am Tatort.

Täter sind verschwägert

Ebenfalls am Tatort traf die Polizei auf zwei 48-jährige Männer. Sie wurden als Tatverdächtige festgenommen.

Bei den festgenommenen Schweizern wurden ein Revolver und eine Pistole gefunden, wie die Aargauer Kantonspolizei am Montag mitteilte. Die beiden Tatverdächtigen und der getötete Mann kannten sich, wie Bernhard Graser von der Kantonspolizei sagt.

Alle drei wohnten in der Region. Nach Informationen der az wohnte einer der Verhafteten im Haus, die beiden Tatverdächtigen sind verschwägert.

Tatverdächtige machen widersprüchliche Aussagen

Die beiden Tatverdächtigen bestritten in ersten Einvernahmen nicht, etwas mit dem Tötungsdelikt zu tun zu haben, wie Graser weiter sagt.

Sie machen allerdings unterschiedliche und auch widersprüchliche Angaben. «Aufgrund dieser Aussage ist nicht klar, wer beim Delikt welche Rolle gespielt hat», sagt Graser.

Weitere Tatverdächtige hat die Polizei im Augenblick keine im Visier. (ahu/rsn)