Papierfabrik Perlen

Ein Container Altpapier als Mitbringsel

Der Lastwagen lädt das Altpapier ab.

Geschenk

Der Lastwagen lädt das Altpapier ab.

Die Papierfabrik Perlen hat eine neue Papiermaschine. Zur Inbetriebnahmen der Anlage überraschte die Transport AG Aarau nun die Fabrik mit einem ungewöhnlichen Geschenk: Sie brachte eine Ladung Altpapier mit.

Zu Inbetriebnahme der neuen, hochmodernen Papiermaschine PM7 der Papierfabrik Perlen hat die Transport AG Aarau ein originelles Geschenk mitgebracht. Vor der Papierfabrik stand ein mit goldenen Schleifen geschmückter Fünfachser, der 20 Tonnen Altpapier geladen hatte.

Was von der Bevölkerung in der Region Aarau entsorgt und von der Transport AG im Auftrag von Stadt und Gemeinden gesammelt und sortiert wird, ist in Perlen hochwillkommener Rohstoff. Für die Fabrikation von Zeitungspapier ist auf der neuen Papiermaschine nur noch ein kleiner Prozentsatz Holzschnitzel nötig. Bis zu 85 Prozent kann heute Altpapier eingesetzt werden. Auf der alten Maschine belief sich der Altpapieranteil noch auf knapp 80 Prozent.

Besuch in der Papierfabrik

So lädt die Transport AG Aarau ihr Papier ab

Ein ansehnlicher Teil dieses Recyclingpapiers stammt aus der Region Aarau sowie aus dem angrenzenden Solothurner Raum. Die Transport AG Aarau ist zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft Gilstapa, Däniken, eine der grössten Altpapierlieferantinnen der Papierfabrik Perlen.

Alte Zeitung wird neue Zeitung

Weil auch die az auf Papier aus Perlen gedruckt wird, werden somit aus den ausgelesenen Aargauer Zeitungen immer wieder neue. Und dieser ohnehin schon ökologische Kreislauf könnte bald noch ökologischer werden. Die Transport AG sucht nach Wegen, um die Lastwagen, mit denen Altpapier aus dem Raum Aarau nach Perlen transportiert wird, auf der Rückfahrt mit dem neuen Papier für die Aargauer Zeitung zu beladen.

Investition von 500 Mio. Franken

In die PM7 hat die Papierfabrik Perlen eine halbe Milliarde Franken investiert. Wie sie funktioniert, wurde der Delegation der Transport AG (VR-Präsident Peter Hangartner, VR-Vize Marcel Rohner, Geschäftsführer Markus Müller) auf einem Rundgang gezeigt.

Bevor das Altpapier in die Produktion gehen kann, muss es vom Fremdmaterial (Plastik, Holz, Haushaltabfall usw.) gereinigt werden. Danach werden in mehreren weiteren Arbeitsgängen die Farbstoffe herausgewaschen. Jetzt wird der aufbereitete Rohstoff, der mittlerweile mit dem nötigen Anteil Holz-Rohstoff ergänzt worden ist, mit Wasser aufgelöst und so in seine Einzelfasern zerlegt.

Über ein Doppelsiebsystem wird diese Masse, die anfänglich aus 99 Prozent Wasser besteht, nach und nach entwässert. Es bildet sich ein Faservlies, das laufend dichter wird. Der Vliesbahn wird, vorerst im Pressverfahren und dann in der Trockungseinheit, weitere Feuchtigkeit entzogen, bis daraus Papier geworden ist. Dieses wird anschliessend den späteren Anforderungen entsprechend noch geglättet oder gestrichen.

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